nano spezial: 10 Jahre Fukushima –
Von der Katastrophe zum Atomausstieg

Fr 12. Mär
09:47 Uhr
Moderation: Ingolf Baur
(Erstsendung: 11.03.2021)
Am 11. März 2021 jährt sich zum zehnten Mal die Reaktorkatastrophe von Fukushima. Bis heute kämpfen die Menschen vor Ort mit den medizinischen, psychologischen und technologischen Folgen.

Unter dem Eindruck der Katastrophe von Fukushima wurde in Deutschland der Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. "nano spezial" zeigt, wie das Leben in der Gegend um Fukushima heute aussieht und wie es nach dem Atomausstieg Deutschlands weitergeht.

Nach wie vor fallen auf dem Kraftwerksgelände in Fukushima enorme Mengen von radioaktivem Wasser an, 180 000 Liter täglich. Über 1000 riesige Tanks sind überall auf dem Gelände verteilt.

In dem weitgehend intakten Block 2 testet Tepco derzeit, wie man Material der Kernschmelze bergen könnte. Aber das ist nur der erste Schritt einer Aufgabe für Jahrzehnte.

Ausgelöst durch den Atomunfall von Fukushima ist "Atomkraft nein danke!" – der Leitspruch einer ganzen Generation – nun Realpolitik geworden, das Ende der Atomenergie in Deutschland gemachte Sache. Doch welche Folgen ergeben sich aus dem Einstieg in den Atomausstieg? Atomkraftbefürworter behaupten, ohne Kernenergie könne Deutschland seine Klimaziele nicht erreichen. Unsere europäischen Nachbarn halten an ihren Atomkraftwerken weiter fest. Zudem gibt es neue Technologien, die Atomkraft sicherer machen könnten. In Transmutationsanlagen ließe sich die Halbwertszeit des nuklearen Abfalls drastisch reduzieren und so auf absehbare Zeit das Atommüll-Problem lösen.

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