Tele-Akademie

Prof. Dr. Herfried Münkler: Verkleinern und entschleunigen Die Zukunft der Demokratie?

So 30. Mai
06:44 Uhr
(Erstsendung: 22.10.2017)
Die repräsentative Demokratie ist in eine Krise geraten: Einerseits ist sie für die Dynamik der modernen Welt zu langsam, andererseits wird sie als zu abgehoben und bürgerfern empfunden.

Professor Dr. Herfried Münkler ist Direktor des Instituts für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und gilt als einer der bedeutendsten deutschen Politikwissenschaftler und Ideenhistoriker.

Die antike Demokratie war eine eher kleinräumliche Ordnung, und auch die Theoretiker, die sie in der europäischen Neuzeit wieder als politische Ordnung ins Gespräch brachten, dachten eher an Stadtstaaten als an große Länder. Mit der "Erfindung" der repräsentativen Demokratie änderte sich das. Der neue Typ der Demokratie hatte den zusätzlichen Vorteil, dass er weniger stimmungsabhängig war als die direkte Demokratie und durch Entschleunigung der Entscheidungsverfahren ein höheres Reflexionsniveau versprach. Dieser Typ von Demokratie ist in eine Krise geraten.

ARD/SWR
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