Ist das Zukunft oder kann das weg?

Film von Volker Strübing
Sa 05. Jun
19:21 Uhr
Erstausstrahlung
Früher war nicht alles besser. Bis auf die Zukunft. Es gab Visionen von Weltraumstädten und fliegenden Autos statt der heute herrschenden Untergangsstimmung. - Eine Suche nach neuen Visionen.

Sollen unsere Kinder Klavier spielen lernen oder lieber Nahkampftechniken für die Zombie-Apokalypse? Was geben wir ihnen mit auf den Weg? Volker Strübing spricht mit Autoren, Wissenschaftlern, Erziehern und Aktivisten, die unsere Zukunft gestalten.

Ist die Zukunft noch zu retten? In einer Zeit, in der uns beim Blick nach vorne zuallererst Katastrophenszenarien in den Sinn kommen, macht sich der Filmemacher Volker Strübing auf die Suche nach neuen, hoffnungsvollen Utopien. Denn Zukunft ist nicht nur das, was sein wird, sondern auch das, von dem wir glauben, dass es sein könnte.

In der Dokumentation "Ist das Zukunft, oder kann das weg?" erzählt er aus seiner ganz eigenen Perspektive die Geschichte der Zukunft. Vom "Gesternmorgen", dem naiven Fortschrittsglauben Mitte des 20. Jahrhunderts, zum "Heutemorgen", der aktuell verbreiteten Untergangsstimmung - und darüber hinaus von einem möglichen "Morgenmorgen".

In den 1970er-Jahren träumt Volker Strübing als Kind von Weltraumstädten und fliegenden Autos - bis die Zukunft in den 1980er-Jahren immer düsterer wird: Tschernobyl, Waldsterben, ein drohender Atomkrieg. Doch der Planet geht nicht unter – und es gibt Menschen, die den Glauben an die Zukunft nicht verlieren und für sie kämpfen. Aber glaubt heute noch jemand an morgen?

Die eigentlichen Hauptfiguren der Dokumentation sind unsere Kinder. Können wir ihnen Hoffnung machen, oder bereiten wir sie besser auf das Schlimmste vor? Für die kommende Generation brauchen wir Visionen und Utopien genauso wie umsetzbare Ideen, praktische Philosophien und realistische Gesellschaftsentwürfe. Vieles kann besser und das Schlimmste verhindert werden - und jeder kann seinen kleinen Teil dazu beitragen. Wir müssen an die Zukunft glauben, wenn unsere Kinder eine haben sollen.

Strübing spricht mit Menschen, die Zukunft erfinden und gestalten. Fakten, Zusammenhänge und Entwicklungen werden in Gesprächen und animierten Sequenzen präsentiert. Gesprächspartner sind: Harald Welzer, Soziologe und Mitbegründer der Stiftung FUTURZWEI, Génica Schäfgen, im Vorstand der Suchmaschine Ecosia, Thomas Bendig, Forschungskoordinator Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie, Jan Groos, Betreiber des Podcast "Future Histories", Karlheinz Steinmüller, Physiker, Futurologe und Science-Fiction-Autor, Magali Mohr, Politikwissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin Futurium Berlin, sowie Nicole Schmitz, Planetenforscherin Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

3sat
Dokumentation
Kultur:

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