Ohne Pfeil und Bogen

Buschmänner in der Kalahari
Film von Cornelia Volk und Jürgen Jozefowicz
Mi 23. Jun
15:34 Uhr
(Erstsendung: 31.05.2012)
Seit mehr als 20 000 Jahren leben die Buschmänner - oder San, wie sie auch genannt werden - in der Kalahari, der großen Wüste, die heute zu Namibia, Botsuana und Südafrika gehört.

In jüngster Vergangenheit hat sich die Welt des ältesten Jäger- und Sammlervolks der Erde radikal verändert. Drei Buschleute aus Botsuana erzählen, wie sie den Herausforderungen der Gegenwart begegnen.

Xhe Xhau Guma ist Rinderhüter auf einer modernen Großfarm. Den Lendenschurz zieht der 50-Jährige nur noch für Touristen an. Auf Spaziergängen durch den Busch zeigt er ihnen, wie seine Vorfahren in der Kalahari gelebt und überlebt haben. Seit Xhe Xhau Geld verdient mit dem über Jahrhunderte gesammelten Wissen der Buschleute, interessieren sich auch seine Kinder wieder verstärkt dafür.

Bulanda Thamae hat Tourismus-Management studiert. Die 33-Jährige war in vielen Ländern unterwegs und entwickelt immer neue Ideen, um das Leben der San in kleinen Gemeinden zu verbessern. Heute vermarktet sie traditionellen Schmuck aus Schalen von Straußeneiern, den sie mit Frauen in ihrem Heimatdorf West Hanahai anfertigt. Der Erlös aus den Ketten und Armbändern kann die Buschleute unabhängiger von staatlichen Hilfsleistungen machen.

Im Gemischtwarenladen von Kacgae gibt es alles, was die Bevölkerung braucht. Es ist das erste genossenschaftlich geführte San-Unternehmen in Botsuana. Seit Jahren schreibt es schwarze Zahlen. Davon profitieren auch die 126 Schulkinder im Dorf: Sie bekommen jetzt täglich zwei Mahlzeiten. Gert Saidoo ist Vorsitzender der Kooperative. Nur mit Wissen und Qualifikation, sagt der 36-Jährige, kann man in der modernen Welt bestehen.

ARD/MDR
Dokumentation
Gesellschaft: Alltagskultur

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