Kleine Katze - Große Freiheit

Film von Marion Pöllmann und Julia Engels
Mi 30. Jun
14:19 Uhr
(Erstsendung: 31.08.2019)
In einem kleinen Dorf im Süden Guyanas in Südamerika, mehr als acht Fahrtstunden von der Hauptstadt Georgetown entfernt, kümmert sich der junge Falton um das verwaiste Margay-Junge Ocilla.

Margays sind kleine Raubkatzen, die hauptsächlich durch die Zerstörung der Regenwälder gefährdet sind. Sie leben meist unbemerkt in den Bäumen des Waldes. Die kleine Raubkatze kann nur überleben, wenn sie für die Wildnis fit gemacht und ausgewildert wird.

Falton betreut den Margay ehrenamtlich im Rahmen des Dorfprojekts "Yacumbi". In der Wildtierstation landen verwaiste Jungtiere genauso wie von den Behörden beschlagnahmte oder verletzte Tiere. Ocilla ist der erste Margay, der ausgewildert werden soll.

Monatelang zieht Falton mit dem kleinen Margay durch den Regenwald. Er lehrt das Tier, was er weiß. Denn er ist hier in der Wildnis aufgewachsen, er weiß, wie man im Wald überlebt. Dabei nutzt Falton das überlieferte Wissen seines Volkes, der Wapishana.

Wo immer es geht, versucht er, das Verhalten der Katzenmutter zu imitieren. Da bisher nur wenig über die seltenen und scheuen Katzen bekannt ist, konzentriert Falton sich darauf, das junge Tier für Gefahren zu sensibilisieren und ihm beizubringen, wo ein Räuber seiner Größe Nahrung finden kann. Das Klettern und die typische Fortbewegung in den Baumkronen wurden der kleinen Raubkatze bereits in die Wiege gelegt.

Mehrere Monate ist nicht sicher, ob es Falton gelingen wird, die Katze fit zu machen für ein Leben in Freiheit. Der Margay muss zeigen, dass er sich ernähren und verteidigen kann. Erst danach ist es an der Zeit, ihn in ein entferntes geschütztes Gebiet zu bringen und freizulassen. Und auch dort stehen dem jungen Margay noch Prüfungen bevor.

ARD/BR
Dokumentation
Wissenschaft Technik Umwelt: Tiere

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