Wir Wiener*Innen - Wie Wien zu einer Weltstadt wurde

Film von Judith Doppler
(aus der ORF-Reihe "Erlebnis Österreich")
So 28. Jun
13:05 Uhr
(Erstsendung: 23.02.2020)
1900 wird Wien zum ersten Mal zu einer internationalen Metropole - vergleichbar mit New York oder London. Der Film beleuchtet die Wurzeln der Zuwanderung und ihren Stellenwert für Wien.

In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg sorgen vor allem Zuwanderer aus den Kronländern für enormen Aufschwung. Tschechische Arbeiter, osteuropäisch-jüdische Intellektuelle, bulgarische Händler und italienische Unternehmer bringen Modernisierung und Veränderung.

Es ist eine Zeit der künstlerischen und intellektuellen Blüte, aber auch der gnadenlosen Ausbeutung Tausender Migrantinnen und Migranten. Ihnen bleibt kaum Zeit zur Integration. Sie kämpfen um ihr Überleben.

50 Jahre später, nach zwei Weltkriegen, ist Wien an die Peripherie des Weltgeschehens gerückt, doch der Wiederaufbau ist erneut ein Aufbruch in die Moderne. Auch diesmal mithilfe von Zuwanderern aus dem Ausland. Es sind die sogenannten Gastarbeiter. Ohne sie wären viele Großvorhaben - wie zum Beispiel der U-Bahn Bau - nicht möglich gewesen.

Das Thema Migration hat wieder an Brisanz gewonnen. Der Film untersucht die Hintergründe der Zuwanderung unter Einbeziehung aktueller Forschungsergebnisse.

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Dokumentation
Kultur: Geschichte allgemein

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