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Bahnbrechend anders wohnen - Gleis 21

Dokumentarfilm von Andrea Eder, Österreich 2018
Mo 13. Jul
22:30 Uhr
Länge: 72 Minuten
Ausgangspunkt des Dokumentarfilms der österreichischen Regisseurin Andrea Eder ist eine Gruppe von Menschen, die miteinander Wohnraum schaffen und diesen gemeinsam gestalten will.

Fünf Protagonisten der Baugruppe "Gleis 21" – benannt nach dem Grundstück, eines ehemaligen Teils des aufgelassenen Südbahnhofgeländes – wurden über den Zeitraum eines Jahres begleitet: mit all ihren Ängsten, Sorgen und Erfolgen, die das Vorhaben mit sich bringt.

Das Thema Wohnen ist emotional, leidenschaftlich und zutiefst persönlich. Wie es funktionieren kann, die Bedürfnisse von unterschiedlichsten Charakteren auf den "gemeinsamen Nenner" zu bringen, zeigt der Dokumentarfilm über ein außergewöhnliches Unterfangen.

Nahe des neuen Hauptbahnhofs, zwischen den Gleisen der ehemaligen Ostbahn und dem neu errichteten Helmut-Zilk-Park in Wien-Favoriten, nordöstlich des bereits bewohnten Sonnwendviertels, entsteht ein weiteres neues Viertel, bei dessen Planung von Anfang an andere Wege gegangen wurden.

Mittendrin: das Gemeinschaftswohnprojekt "Gleis 21", die Errichtung eines Hauses durch eine Baugruppe. Es begann im Januar 2015. 22 Leute fanden sich mit dem Architekturbüro einszueins und Realitylab zusammen, entwickelten eine Vision und Leitideen für ihr Projekt: solidarisch wohnen, g'scheit genießen, medial gestalten.

Sie begannen die Planung eines Hauses mit Gemeinschaftseinrichtungen am Dach, einer offenen Erdgeschoßzone mit verschiedenen Begegnungsräumen und drei Flüchtlingswohnungen. Das Ziel: sich den Traum eines leistbaren, selbstbestimmten Wohnens zu erfüllen, aber auch, einen sozialen und kulturellen Treffpunkt für das Stadtviertel zu schaffen und zur Entwicklung einer sozialen Urbanität beizutragen.

Andrea Eder zeigt die Realisierung dieser ambitionierten Ziele, die gruppendynamischen Prozesse wie auch die finanziellen, rechtlichen und technischen Konflikte, die es zu bewältigen galt: von der Grundsteinlegung bis ein halbes Jahr nach Bezug.

Im Lauf des Jahres sieht man das Entstehen eines Wohnhauses für 57 Bewohner von der Grundsteinlegung bis zum Bezug im Sommer 2019. Der Film thematisiert Diskussionen rund um gruppendynamische Prozesse, das Sich-Zusammenraufen zu gemeinsamen Entscheidungen, Mediation zur Konfliktlösung und Basisdemokratie in einem ungeheuren Ausmaß. Das Motto der Baugruppe: partizipativ entscheiden und agieren.

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