Die Reise der Pelikane

Australiens Outback-Wunder
Film von Annette Scheurich
Fr 24. Sep
16:19 Uhr
(Erstsendung: 02.04.2021)
Der australische Brillenpelikan ist ein seltsamer Vogel. Er ist groß und schwer, hat einen riesigen Schnabel und kurze Beine. An Land wirkt er eher unbeholfen.

Doch in der Luft zeigt er sein wahres Können: Bis zu 24 Stunden kann er am Stück fliegen. Manchmal ist das auch nötig. Der Film folgt den Pelikanen auf ihrer Reise von den Küstenregionen ins Landesinnere, wohin sie in Flutjahren zum Brüten fliegen.

Eigentlich sind Brillenpelikane an den fischreichen Gewässern rund um Australiens Küsten zu Hause. Doch in manchen Jahren ziehen Zehntausende ins Landesinnere, um zu brüten. Ein Ereignis, das der Wissenschaft bis heute Rätsel aufgibt. Die Wüste im Inland besitzt zwar Wasserlöcher und Seen, in denen Fische leben, aber nicht genug für eine gewaltige Brutkolonie.

Anders in Jahren mit außergewöhnlichen Regenperioden. Trockenflüsse verwandeln sich dann in reißende Fluten, weite Senken in riesige Seen. Das Leben explodiert geradezu, und die Fische vermehren sich extrem schnell. Aber woher wissen die Pelikane, wann sie losfliegen müssen? Wieso gibt es hier plötzlich so viel Fisch, dass die Vögel auch ihren Nachwuchs ernähren können?

Die Dokumentation folgt den Pelikanen auf ihrer Reise, um diesen Fragen nachzugehen. Unbeirrt fliegen die Pelikane ihrem Ziel entgegen: den Nistplätzen mitten in der Wüste. Dort angekommen, brüten sie auf kleinen Inseln, wo sie auch ihre Jungen aufziehen. Nur in Flutjahren gibt es genug Fisch, um die Küken durchzufüttern. Die Herausforderungen sind immens und die Zeit drängt, weil alles bald wieder austrocknet.

ZDF/ARTE
Dokumentation
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