Im Königreich der Erdäpfel

Film von Anita Lackenberger
Sa 19. Sep
05:09 Uhr
(Erstsendung: 19.09.2020)
Die Geschichte der Erdäpfel ist eng mit dem österreichischen Waldviertel verbunden. Kaiserin Maria Theresia verordnete den Anbau im 18. Jahrhundert, um die Hungersnot der Menschen zu lindern.

Steinige Böden und kalte Winter erschwerten den Anbau von Getreide. Daher setzten sich die Erdäpfel als Grundnahrungsmittel immer mehr durch. Heute ist die nahrhafte Knolle - ob im Salat, als Knödel-Zutat oder in der Suppe - der Star in der Waldviertler Küche.

Vor allem in der Region um Gmünd, Altweitra und Schweiggers wurden Erdäpfel angesiedelt. Hier wachsen auch heute noch alte Sorten, die mit ihrem einzigartigen Geschmack und bester Qualität die Konsumenten und Konsumentinnen überzeugen.

Erdäpfel sind Grundlage vieler Rezepte und Traditionsgerichte, die in Gmünd und Umgebung gerne auf den Tisch kommen - in Form von klassischen Rezepten wie Erdäpfelbrot, Erdäpfelknödel, Erdäpfelkas oder Erdäpfeltaler bis zu neuen modernen Kreationen. Die Kartoffel findet sich aber auch in Kosmetikprodukten, in Verpackungen, Klebstoff und neuerdings sogar in Baumaterialien.

Im Frühsommer färben sich die Felder im Waldviertel weiß und lila. Viele Menschen wissen gar nicht, dass diese Blütenpracht von den Erdäpfeln stammt. Mit der Blüte beginnen die Kartoffeln kleine Knollen zu bilden, die als Babykartoffeln geerntet werden. Nicht nur die Blüten variieren in den Farben, auch die Knollen können buttergelb, lila oder rosa sein.

Erdäpfel zu kultivieren ist keine einfache Aufgabe, und so führen Spezialisten und Spezialistinnen aus der Region durch ihre Welt der Erdäpfel.

ORF
Dokumentation
Kultur: Ernährung, Küche

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