makro: Arm gegen Arm

Verteilungskampf am unteren Rand
Film von Sebastian Galle und Manuela Christ
Di 28. Sep
22:29 Uhr
Erstausstrahlung
Obdachlose, Rentner, Alleinerziehende, Geringverdiener, Migranten - immer mehr Menschen sind hilfsbedürftig und drängen in soziale Einrichtungen. Der Konkurrenzdruck am unteren Rand nimmt zu.

Sozialarbeiter, aber auch Kommunen klagen, dass sie die Hilfe für die Anzahl der Menschen kaum noch bewältigen können. Behält die Politik diese Menschen überhaupt noch im Blick? Und was wird unternommen, um die angespannte Situation zu entschärfen?

Auf dem freien Wohnungsmarkt steigen die Mietpreise, immer mehr Menschen finden keine bezahlbare Wohnung. Was jahrelang vor allem auf die großen Ballungszentren zutraf, erfasst inzwischen auch den ländlichen Raum. Wegen der zunehmenden Wohnungsnot landen viele auf der Straße, allein in Berlin leben schätzungsweise 6000 Obdachlose.

Die Verteilungskämpfe führen zu Ressentiments und Anfeindungen gerade gegenüber Einwanderern aus Osteuropa, die sich in Deutschland ein besseres Leben erhoffen, aber häufig keinen Zugang zum legalen Arbeitsmarkt finden. Tatsächlich aber würden viele Bereiche des öffentlichen Lebens ohne Zuwanderung aus dem Osten gar nicht mehr funktionieren.

Darüber hinaus haben durch die Coronapandemie rund 850 000 Menschen ihre Arbeit als Minijobber verloren. Dabei sind es inzwischen nicht nur Studenten und Niedriglohnempfänger, die auf diese Jobs angewiesen sind: Auch immer mehr ältere Menschen müssen sich im Alter etwas hinzuverdienen, um nicht in die Altersarmut abzurutschen.

3sat
Reportage
Wirtschaft:

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