Höhenfeuer

Fernsehfilm, Schweiz 1985
Mi 30. Sep
23:11 Uhr
Buch: Fredi M. Murer
Regie: Fredi M. Murer
Länge: 114 Minuten
Der taube "Bub" und seine Schwester Belli, Kinder eines armen Bergbauern, sind unzertrennlich - und werden ein Liebespaar. Subtile, preisgekrönte Beziehungsstudie von Fredi M. Murer.

Der Erfolg von "Höhenfeuer" in den Schweizer Kinos übertraf die kühnsten Erwartungen: Hunderttausende erhoben diesen Film zum nationalen Kinoereignis. Zudem vermittelte er dem Ausland – auch dort viel beachtet und gerühmt –, dass der Schweizer Film lebt.

Der "Bub" und seine Schwester Belli leben zusammen mit Vater und Mutter auf einem entlegenen Hof irgendwo in den Schweizer Bergen. Der Bub ist taub geboren und geht nicht zur Schule. Belli, die hätte Lehrerin werden wollen, bringt nach der Schulentlassung ihrem Bruder Rechnen und Schreiben bei. Die arbeitenden Hände der beiden Kinder sind für die Eltern eine Frage der Existenz auf diesem kargen, steilen Stück Land. Durch diese Enge und Abgeschiedenheit werden Bub und Belli von frühester Kindheit an ein unzertrennliches Paar. An der Schwelle zum Erwachsenwerden überschreiten sie eines Tages die Grenze eines Tabus.

Als 1985 beim Filmfestival von Locarno die Preise zugesprochen wurden und der Hauptpreis, der Goldene Leopard, an Fredi M. Murers Spielfilm "Höhenfeuer" ging, waren sich Publikum und Kritiker einig wie selten: Der beste Film des Festivals hatte verdientermaßen die höchste Auszeichnung erhalten. Mit dieser glanzvollen Prämierung wurde dem künstlerisch herausragenden und menschlich bewegenden Schweizer Film ein angemessener Kinostart ermöglicht.

Redaktionshinweis: 3sat zeigt den Fernsehfilm "Höhenfeuer" zum 80. Geburtstag des Schweizer Filmemachers Fredi M. Murer am 1. Oktober.

Darsteller:
Bub Thomas Nock
Belli Johanna Lier
Mutter Dorothea Moritz
Vater Rolf Illig
Großmutter Tilli Breidenbach
Großvater Jörg Odermatt
SRF
Fernsehfilm

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