Auslandskader - Botschafter des Sozialismus

Film von Sabine Michel
Mi 30. Sep
21:16 Uhr
(Erstsendung: 11.02.2019)
Nichts prägte die DDR mehr als ihre Grenzen. Bürger der DDR konnten vor dem Eintritt ins Rentenalter weder ins nichtsozialistische Ausland noch in die Länder der "Dritten Welt" reisen.

Unabhängig davon unterhielt die DDR ein großes Netz an Diplomaten, Außenhändlern, Auslands- und Reisekadern. Die Dokumentation erzählt von ihren sehr unterschiedlichen Auslandseinsätzen und dem Spannungsfeld von Außen- und Innenpolitik der DDR.

Auslandskader waren meist Lehrer, Ärzte und Ingenieure, die sich in der Regel für jeweils drei Jahre Aufenthalt in den Ländern der sogenannten Dritten Welt verpflichteten, um hier an Schulen und Universitäten zu lehren, ganze Industrieanlagen aufzubauen, Land- und Kommunikationstechnik einzuführen oder Krankenhäuser zu betreiben. Sie waren eine privilegierte Minderheit, die sich einem entsprechend strengen Auswahlverfahren stellen musste.

Aus dem geschlossenen System DDR kommend, sollten sie, gemeinsam mit ihren Familien, in den Zeiten des Kalten Krieges neben der praktischen Entwicklungshilfe vor allem die Idee des Sozialismus in die Welt tragen.

Die Filmemacherin Sabine Michel befragt in der Dokumentation "Auslandskader - Botschafter der Sozialismus" ihren Vater, der selbst zu diesem Kreis gehörte, und weitere Auslandskader nach ihren Erinnerungen.

ARD/RBB
Dokumentation
Kultur: Zeitgeschichte von 1945-1989

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