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Viele Rentner sammeln inzwischen Pfandflaschen, um ihr Auskommen wenigstens etwas aufzubessern (C) ZDF/Christian Bock

Reiches Bayern, arme Alte

Dokumentation über Altersarmut im reichsten Bundesland Deutschlands

Mittwoch, 30. März 2016, 20.15 Uhr

Dokumentation von Christian Bock

Erstausstrahlung

Bayern, das Muster-Bundesland: Aber trotzdem ist jeder fünfte Bayer ab 65 von Altersarmut bedroht. Der Höchstwert für Deutschland. Aber wer ist davon betroffen - und wie geht die Gesellschaft damit um? Der Münchner Verein Lichtblick Seniorenhilfe e.V. steht in Notlagen schnell und unbürokratisch zur Seite. Die Vorsitzende Lydia Staltner ist keine bayerische Charity-Lady, sondern eine zupackende Unternehmerin mit eigener Werbeagentur. Der Verein ist dort tätig, wo kaum jemand Armut vermuten würde: in den Seenlandschaften Oberbayerns, im schönen Garmisch, im reichen München. Geholfen wird Menschen wie Frau Neiser, 64, die nach einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten kann und von der Grundsicherung lebt. Ihr zahlt die Seniorenhilfe 35 Euro im Monat: "Möchte man nicht glauben, wie wichtig und wie viel Geld 35 Euro im Monat sind, wenn man sie nicht hat", sagt sie. Auf dem Land ist es für die Armen besonders schwer: Zum einen schämen sich Viele, arm zu sein, zum anderen ist die Distanzen zum nächsten Hilfsangebot oft groß. Alfons Rahn, 71, lebt im Bayerischen Wald und ist einer der wenigen Armen, der über sein Leben spricht. Er arbeitete in der Landwirtschaft, konnte nichts zurücklegen. Heute fährt er einmal die Woche nach Mitterteich zur Tafel und versorgt sich auf diese Weise mit Lebensmitteln. Dadurch konnte er in den letzten Monaten sogar 200 Euro zurücklegen: "Ich muss ja ein bisschen sparen, auch für schlechtere Zeiten."

Die Dokumentation "Reiches Bayern, arme Alte" zeigt, wie Betroffene ihren mühsamen Alltag bestreiten und stellt ehrenamtliche Helfer vor, die kontinuierliche Unterstützung anbieten.

Service

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(06131-701 6478)

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