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Filmreihe "Amour fou"
Death Valley 2019: Sterben Frank (RP Kahl, links) und Marie (Lena Morris) den Liebestod? © ZDF/Markus Hirner

A Thought of Ecstasy

Internationaler Spielfilm aus der Reihe "Amour fou"

Donnerstag, 10. Januar, um 22.45 Uhr

Erstausstrahlung

Eine Reise durch ein Amerika des Jahres 2019. Ein Mann auf der Suche nach einer verlorenen Liebe. Eine Frau verloren in der Sehnsucht nach Vergeltung. Inspiriert von George Bataille und Jean Baudrillard, schickt Regisseur RP Kahl seinen Protagonisten in der Erstausstrahlung "A Thought of Ecstasy" am Donnerstag, 10. Januar, um 22.45 Uhr, zu den sphärischen Klängen und Beats der Berliner Electro-Acts Moderat und Gajek auf einen Neo-Noir-Trip in eine sonnendurchflutete Welt aus Verführung und Todessehnsucht. Frank erkennt in einem Buch seine eigene 20 Jahre zurückliegende Geschichte wieder. Es sind die Erinnerungen von Marie, mit der er in Deutschland eine Beziehung hatte, bevor sie nach Amerika verschwand. Er folgt ihrer Spur. Sie wird zu seiner Obsession.

Als ein Job ihn nach Los Angeles bringt, gerät er in den Sog seiner Erinnerungen und kappt alle Verbindungen zu seinem bürgerlichen Leben. Die Suche nach seiner verlorenen Liebe bringt ihn in ein Land, das unter einer erdrückenden Hitzewelle erstarrt und sich im Misstrauen und politischer Paranoia verliert. Der Versuch, mit Marie in Kontakt zu treten, scheitert an der geheimnisvollen Literaturagentin Liz Archer, die Maries Existenz ebenso wie Franks Behauptung, selbst eine Figur in diesem Roman zu sein, verleugnet. Dennoch begibt sich Frank auf eine Reise in die Wüste, um Maries Leben auf der Landkarte ihres Tagebuchs zu verfolgen. Seine Begegnung mit Nina, die ihn auf seltsame Weise in den Bann zieht, scheint die Worte des Buches vor seinen Augen zu materialisieren.

Oder wird Frank zu einer Figur in einer anderen, neuen Geschichte, die er längst nicht mehr selbst steuert? Als Marie wie ein Trugbild aus seiner Erinnerung in diese neue Geschichte tritt, verliert er vollends den Boden unter den Füßen. Nur Liz Archer wird ihm die Antworten auf seine Fragen geben können. Wie aus einem Film noir entsprungen begegnet sie ihm, und wie die starken Frauen in diesem Genre hält sie die Fäden in der Hand. Ein Racheengel, der genau wie Frank den Weg mit mehr Leidenschaft verfolgt als das Ziel. Frank weiß nun, wohin ihn seine Reise führen wird. Nichts als der eigene Wunsch am Verschwinden treibt ihn: So wie Sehnsucht eine neue Realität schafft, kann auch Wahn die Wirklichkeit verändern. Und ein Kuss ist der Anfang von Kannibalismus an diesem heißesten Tag aller Zeiten, dem 13. August 2019.

RP Kahl hat in seinem Spielfilm "A Thought of Ecstasy" eine Reise durch ein Amerika der nahen Zukunft inszeniert, das voller Bilder und Assoziationen steckt. Das Kalifornien der Trump-Ära, das sein Protagonist Frank durchstreift, ist moralisch verödet. Ein Kino der Weite, in dem die Hauptfigur Frank nur ein Statist in der ultimativen "Fiktion Amerika" ist und die Landschaft die Kulisse seiner Vorstellung. Ein Kino, in der Zeit keine Rolle zu spielen scheint. Ein Gedanke kann die Ewigkeit bedeuten. Das Konzept der Reise heißt "Nicht ankommen". Fahren als Wachtrauma, die Katastrophe als Lustform. Ganz im Sinne von George Bataille und seinem lustvoll verzweifelten "Verschwende Dein Leben" als finale Manifestation des Seins verschwimmen für Frank Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf fatale Weise.

RP Kahl, geboren am 8. November 1970 in Cottbus, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" (HfS) Berlin, Außenstelle Rostock, und arbeitet seit 1990 als Schauspieler. Im Jahr 1995 wechselt er auch hinter die Kamera. Er produzierte den Spielfilm "Silvester Countdown" von Oskar Roehler (Hypoförderpreis Filmfest München 1997). Gemeinsam mit Luggi Waldleitners Roxy-Film produzierte Kahl sein Spielfilm-Regiedebüt "Angel Express" (Filmfest München 1998). Mit Torsten Neumann entwickelte er das Projekt 99Euro-Films. 2005 war er beim Münchner Filmfest mit seinem Dokumentarfilm "Mädchen am Sonntag" zu Gast. Daneben entstehen Musikvideos, Theaterproduktionen, Performances und Videokunstarbeiten. Kahl unterrichtet an verschiedenen Hochschulen und Universitäten.

3sat zeigt diese Erstausstrahlung im Rahmen der Reihe "Amour fou" - internationale Spielfilme über Liebe und andere Leidenschaften.

Alle Filme der Reihe:
So6. Januar

20.15 Uhr: Der Vater meiner besten Freundin
Frankreich 2015, Regie: Jean-Francois Richet
Mit Francois Cluzet, Vincent Cassel, Lola Le Lann, Alice Isaaz u.a.
Free-TV-Premiere

Di8. Januar

22.25 Uhr: Mein Ein, mein Alles
Frankreich 2015, Regie: Maiwenn
Mit Vincent Cassel, Emmanuelle Bercot u.a.
Free-TV-Premiere

Mi9. Januar

22.25 Uhr: Der Fremde am See
Frankreich 2013, Regie: Alain Guiraudie
Mit Pierre Deladonchamps, Emmanuelle Daumas u.a.

Do10. Januar

22.45 Uhr: A Thought of Ecstasy
Deutschland 2017, Regie: RP Kahl
Mit RP Kahl, Lena Morris u.a.
Erstausstrahlung

Fr11. Januar

22.25 Uhr: In The Cut - Wenn Liebe tötet
USA/AU/GB 2003, Regie: Jane Campion
Mit Meg Ryan, Mark Ruffalo u.a. 

Mehr Informationen

zu der Reihe "Amour fou" finden Sie hier.

Service

Fotos erhalten Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam
 
Claudia Hustedt
(06131 - 70 15952)
hustedt.c@3sat.de
Mainz, 19. Dezember 2018

 

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