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Wissenschaft am Donnerstag
Pflegeheime können Demenzkranken ermöglichen, das Leben zu genießen (c) ZDF/Fabian Runtenberg

Gepflegt alt werden

"Wissenschaft am Donnerstag"-Dokumentation über kommunalisierte Pflege und "scobel - Die Pflege-Agenda"

Donnerstag, 4. Oktober 2018, ab 20.15 Uhr

Erstausstrahlungen

In den Niederlanden sind die Kommunen gesetzlich verpflichtet, dafür zu sorgen, dass alte Menschen nicht ins Heim müssen. Ist die Kommunalisierung der Pflege auch in Deutschland eine Option? Die Dokumentation "Gepflegt alt werden" von Tanja von Ungern-Sternberg am Donnerstag, 4. Oktober, 20.15 Uhr, in Erstausstrahlung, beschäftigt sich mit alternativen Modellen zur Pflege. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" in "scobel - Die Pflege-Agenda" mit seinen Gästen, was sich in der Pflege ändern muss.

Die immer älter werdende Gesellschaft braucht ein solidarisches Miteinander. Die Betreuung und Pflege hilfsbedürftiger Menschen marktwirtschaftlichen Regeln zu unterwerfen, hat zu einer Situation geführt, die viele mit "Pflegenotstand" beschreiben. In Deutschland fordern Senioren-Organisationen eine vergleichbare Politik wie in den Niederlanden - eben einer Kommunalisierung von Pflege. In Rheinland-Pfalz kümmert sich etwa eine "Gemeindeschwester Plus" um ältere Menschen vor Ort. Damit soll die Pflegebedürftigkeit verzögert, wenn nicht gar verhindert werden. Was bisher nur ein Modellprojekt war, soll aufgrund des großen Erfolgs in die Verlängerung gehen. Es gibt nicht das eine perfekte Konzept, aber Experten wissen, dass Menschen, die mehr im Gestern als im Heute verhaftet sind, nah an ihrer Biografie weiterleben sollten und dass sinnvolle Arbeit besser ist als jede Beschäftigungstherapie. Um der Pflege gerecht zu werden, müsse ein ganzes Räderwerk von medizinischen Ambulanzen, Hausärzten, Gerontologen und Betreuungsangeboten ineinandergreifen.

Im Rahmen von "Wissenschaft am Donnerstag" folgt um 21.00 Uhr "scobel - Die Pflege-Agenda". Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen werden meist von der Politik alleingelassen. Oft werden nicht versicherte, günstige Pflegekräfte aus Osteuropa zur heimischen Pflege engagiert. Aber auch wer sich den stationären Betrieb leisten kann, kann nicht beruhigt sein: Viel zu wenig Personal muss zu viele Menschen betreuen. Zudem sind Pflegeberufe schlecht bezahlt. Strukturelle Veränderungen sind dringend notwendig. Gert Scobel diskutiert u.a. mit Sozialökonom und Ethiker Bernhard Emunds über die Zukunft der Pflege.

Im Anschluss

21.00 Uhr
"scobel - Die Pflege-Agenda"
Gesprächssendung mit Gert Scobel
Erstausstrahlung

Service

Bilder zu "Gepflegt alt werden" und "scobel" finden Sie hier

ZDF
HA Kommunikation/3sat Presseteam

Marion Leibrecht (06131-701 6478)
leibrecht.m@3sat.de
Mainz, 5. September 2018

 

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