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Hier fand man den Beweis: Die letzte Polumkehr dauerte nur wenige Jahrzehnte;
© ZDF und Axel Thiede

Risiko Polsprung

Wenn aus Norden Süden wird

Donnerstag, 20. Oktober 2016, 20.15 Uhr

Erstausstrahlung

Das Magnetfeld der Erde: Wir sehen es nicht, wir fühlen es nicht, aber es ist lebenswichtig für uns, denn es schützt uns vor kosmischer Strahlung und vor Sonnenstürmen. Doch es wird schwächer. Wissenschaftler haben diese besorgniserregende Entdeckung gemacht. In der Erdgeschichte waren solche Schwächephasen des Magnetfeldes oft die Vorboten eines ungewöhnlichen Phänomens: Die Pole könnten komplett wechseln. Das ist zuletzt vor 750 000 Jahren passiert. Woher Wissenschaftler dies wissen und wie sie versuchen, das Magnetfeld der Erde besser zu verstehen, damit wir uns auf eine Abschwächung des Schutzschildes oder gar eine Umkehr der Pole vorbereiten können, zeigt die Dokumentation "Risiko Polsprung. Wenn aus Norden Süden wird" von Stefan Lütke-Wissing.

Der magnetische Nordpol der Erde hat vor einigen Jahren begonnen, seine Position zu verändern. Mit fast 50 Kilometern pro Jahr wandert er inzwischen von Kanada ostwärts, und er wird immer schneller. Wenn er so weitermacht, hat er 2040 Sibirien erreicht.

Stehen wir kurz vor einem solchen Polwechsel? Und wenn ja, was bedeutet das? Ein funktionierendes Magnetfeld ist quasi unsere Lebensversicherung. Es lenkt die kosmischen Teilchen zu den Polen ab, wo man sie dann als Nordlichter sehen kann. Gerade die Zeit, bis ein solcher Polsprung vollzogen sein wird, ist kritisch und kann zwischen Jahrzehnten und Jahrhunderten dauern. Erst wird das Gesamtmagnetfeld schwächer, so wie im Moment auch, dann bilden sich Anomalien. Das bedeutet, es könnte plötzlich mehrere Nordpole und Südpole gleichzeitig geben. Erst dann, wenn das Magnetfeld in Unordnung und besonders schwach ist, passiert plötzlich die Umkehr. Stromnetze und Kraftwerke würden ausfallen, jede Form von Navigation wäre unmöglich. Noch vor wenigen Jahren, am 13. Juli 2012, hat ein gigantischer Sonnensturm die Erde nur knapp verfehlt. Manche Wissenschaftler behaupten, er war so stark, dass er bei einem Volltreffer die USA technisch ins 19. Jahrhundert zurück katapultiert hätte.

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss um 21.00 Uhr diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen über das Thema "Das Dunkel der Astrophysik".

Im Anschluss:

Wissenschaft am Donnerstag
21.00 Uhr
"scobel - Das Dunkel der Astrophysik"
Gesprächssendung
Erstausstrahlung

Service

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Ihr Ansprechpartner:
Pepe Bernhard
(06131-701 6261)
bernhard.p@3sat.de
Mainz, 8. September 2016

 

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