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Sookee, bürgerlich Nora Hantzsch, deutsche Rapperin aus Berlin © ZDF/Martin Kobold

Wahnsinnswerke: Nora

Was hat uns Henrik Ibens Klassiker heute noch zu sagen?

Samstag, 13. Oktober 2018, 20.15 Uhr

Dokumentation von Sylvie Kürsten
Erstausstrahlung

In Henrik Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim" ist Puppenheim kein beschauliches Heim, sondern steht für die enge Lebenswelt der Titelheldin. Das Stück, 1879 in Kopenhagen uraufgeführt, steht bis heute mit ungebrochener Vitalität auf den Spielplänen der Theater. Es gilt als das Emanzipations-Stück schlechthin. Am Samstag, 13. Oktober 2018, um 20.15 Uhr entschlüsselt die Dokumentation "Wahnsinnswerke: Nora" das Stück des Norwegers und spricht unter anderem mit der Schauspielerin Johanna Wokalek, der Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling, der Berline Rapperin Sookee und der Regisseurin Susanne Kennedy über Freiheit, Patriarchat und die Zukunft des Feminismus.

Im Klassiker der Theaterliteratur bricht Nora aus der Enge ihrer zeitgenössischen gesellschaftlichen Konventionen aus, will nicht länger nur als Besitz des Hausherrn betrachtet werden, dem sie zwar kostbar ist, der ihr aber kein eigenes Leben zubilligt. Nora, die "Naschkatze" oder das "Eichhörnchen", hat aus Liebe zu ihrem Mann gelogen und betrogen. Das hätte ihr niemand zugetraut - bis ein Erpresser auftaucht und die Fassade zum Einsturz bringt. Das Puppenheim zerbricht. Nora geht, knallt die Tür hinter sich zu und lässt Mann und Kinder, ihr gesamtes altes Leben, zurück.

Wie restaurativ sind heute die privaten Glücksvorstellungen im bürgerlichen Mitte-Loft? Wie tief sind die Risse in der Fassade der Puppenheime unserer Zeit, wie sieht das "Update" des bürgerlichen Trauerspiels heute aus?

Im Anschluss zeigt 3sat um 21.00 Uhr "Nora oder Ein Puppenhaus" in der Inszenierung von Herbert Fritsch vom Theater Oberhausen aus dem Jahr 2011. Es wurde als eines von drei "Starken Stücken" im Rahmen des 48. Theatertreffen Berlin von 3sat aufgezeichnet.

Manche Dramen sind zeitlos, allgemeingültig über Jahrhunderte hinweg und behandeln archaische Konflikte, die sich damals ebenso abspielten, wie heute. Diese Dramen verlieren mit der Zeit nicht an Bedeutung, lassen uns nicht los, überraschen uns immer wieder aufs Neue, sind verhaftet in unseren Köpfen, im kulturellen Gedächtnis, Allgemein- und Kulturgut: Wahnsinnswerke eben.

Service

Fotos finden Sie https://presseportal.zdf.de/presse/wahnsinnswerkenorahier.

ZDF
HA Kommunikation/
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3sat Presseteam
Ihre Ansprechpartnerin:
Jessica Zobel
(06131-701 6293)
zobel.j@3sat.de
Mainz, 7. September 2018

 

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gewinnt den 3sat-Zuschauerpreis 2018 beim 30. FernsehfilmFestival Baden-Baden.

 

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