
Buchzeit – Talk über literarische Neuerscheinungen
Von der Leipziger Buchmesse
Am 19. März 2026 startet die Leipziger Buchmesse – und "Buchzeit" ist wieder dabei. Auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat diskutieren am ersten Messetag Sandra Kegel, Kai Sina und Kais Harrabi über vier herausragende Neuerscheinungen. Moderation: Katrin Schumacher. Die auf der Messe aufgezeichnete Gesprächsrunde ist am Sonntag, 22. März, um 18.00 Uhr in 3sat zu sehen.
18:00 Uhr
In "Ghost Stories. Ein Buch der Erinnerung" schreibt die amerikanische Autorin und Essayistin Siri Hustvedt über den Tod ihres Mannes Paul Auster. Hustvedt zählt zu den bedeutendsten literarischen Stimmen der USA. In diesem zutiefst persönlichen Buch verbindet sie Tagebuchnotizen, Briefe und Erinnerungen zu einem vielschichtigen Blick auf Trauer, Liebe und das Weiterleben. "Ghost Stories" ist ein berührendes Erinnerungsbuch – und ein Nachdenken darüber, wie Schreiben dabei helfen kann, mit einem Verlust umzugehen.
Der italienische Schriftsteller und Journalist Roberto Saviano erzählt in "Meine Liebe stirbt nicht" eine wahre Geschichte: Saviano, 1979 in Neapel geboren und seit seinem Buch "Gomorrha" unter permanentem Personenschutz, widmet sich dem Schicksal von Rossella Casini. Die junge Frau verliebt sich in einen Mann aus einer Mafiafamilie der 'Ndrangheta und weigert sich, Gewalt und Schweigen hinzunehmen. Aus dokumentarischen Fakten formt Saviano einen packenden Roman über Mut, Idealismus und den hohen Preis der Wahrheit.
Mit "Erzähl mir alles" kehrt die amerikanische Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout in die fiktive Küstenstadt Crosby in Maine zurück. Die Autorin ist bekannt für ihre präzisen, unaufgeregten Erkundungen menschlicher Beziehungen. In ihrem neuen Roman begegnen sich vertraute Figuren wie Lucy Barton und Olive Kitteridge erneut. Vor dem Hintergrund eines rätselhaften Verschwindens erzählt Strout von Freundschaft, Einsamkeit, unerfüllter Liebe und dem, was im Leben unausgesprochen bleibt.
In "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" setzt sich die Berliner Autorin Judith Hermann mit der eigenen Familiengeschichte auseinander. Ausgangspunkt ist die lang verdrängte Vergangenheit ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS in Polen stationiert war. In ihrer charakteristisch leisen Sprache verbindet Hermann Erinnerung, Reisen und Gegenwart zu einem literarischen Essay über Schuld, Herkunft und das Schweigen der Generationen.
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Mainz, 26. Februar 2026