Gholamhossein (Farid Ghobadi, rechts) erkennt in Javad (Sina Abolhasan, links) den Sohn eines früheren Freundes (aus dem Film "Everything about a mutual Acquaintance") © ZDF und Ali Taghaddosi

Kurzfilmnacht anlässlich der 70. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen

U. a. mit "Everything About a Mutual Acquaintance" und dem Gewinnerfilm des 3satNachwuchspreises 2023 "Sensitive Content"

Anlässlich der 70. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen vom 1. bis zum 6. Mai 2024 zeigt 3sat im Rahmen seiner Medienpartnerschaft am Samstag, 4. Mai 2024, ab 22.35 Uhr eine Kurzfilmnacht mit fünf Wettbewerbsbeiträge aus den vergangenen Jahren, darunter zwei Erstausstrahlungen. Die Filme stehen ab Samstag, 4. Mai 2024, 10.00 Uhr, in der 3satMediathek zur Verfügung. Außerdem präsentiert 3sat vom 4. April bis zum 4. Mai 2024 die zehn bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen für den "MuVi-Preis 2024" nominierten Musikvideos in der 3satMediathek. In dieser Zeit besteht die Möglichkeit, dem Lieblingsclip für den "MuVi-Online Publikumspreis" die Stimme zu geben.

Film
ab
Sa 04. Mai
22:35 Uhr
Mit Erstausstrahlungen

Kurzfilmtage Oberhausen

Samstag, 4. Mai 2024 · 22:35 Uhr

"Everything About a Mutual Acquaintance"

Kurzfilm (38:00 Min), Deutschland 2023

Erstausstrahlung

STAB

Buch Rasam Noori
Schnitt Rasam Noori
Kamera Ali Taghaddosi
Regie Rasam Noori    

MIT 

Farid Ghobadi

Sina Aboldhasan

Shayan Akhlaghi

INHALT

Eine zufällige Begegnung zweier Männer in einer Landschaft, deren Kargheit die Gefühlswelt der beiden Hauptfiguren spiegelt. Der junge Soldat Javad, der an einem abgelegenen Ort den letzten Bus verpasst hat, trifft auf Gholamhossein, einen älteren Mann, der wohl ein enger Freund seines Vaters war. Gholamhossein erzählt Javad einiges über dessen Vater, dass er nicht wusste. Zwischen den beiden Protagonisten entwickelt sich eine spannungsvolle Beziehung, ein Schwebezustand zwischen Zugewandtheit und Misstrauen. Auf subtile Weise wird die Geschichte zur Parabel auf das Männlichkeitsbild in einer patriarchalen Gesellschaft.

Rasam Noori wurde 1992 in Esfahan (Iran) geboren. Seit 2018 studiert er als Postgraduierter an der Kunsthochschule für Medien Köln mit Schwerpunkt Regie und Drehbuch. Bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2023 wurde sein kurzer Spielfilm mit dem Förderpreis des Landes NRW und dem Preis der WDR Westart-Zuschauerjury ausgezeichnet.

 

Kurzfilmtage Oberhausen

Samstag, 4. Mai 2024 · 23:15 Uhr

"Sensitive Content"

Kurzfilm (8:30 Min), Deutschland 2023

Erstausstrahlung

STAB

Schnitt Narges Kalhor
Musik Philipp Hutter
Regie Narges Kalhor

INHALT

Der experimentelle Kurzfilm nutzt Handyvideos von Iraner*innen als Found Footage und setzt sie zu einem bewegenden und brisanten filmischen Dokument zusammen. Das Bild ist zunächst verschwommen. Man hört Schreie und Proteste. Und man spürt die Gewalt, während das kleine Augen-Icon im Zentrum des Bildes durchgestrichen ist - ein Symbol, das vor sensiblen Inhalten warnt. Dann wird das Bild klar und man sieht, was vor sich geht: Authentische Handyvideos zeigen Menschen im Iran, die mit roher Gewalt unterdrückt werden und trotzdem für Menschenrechte, Gleichheit und Gerechtigkeit kämpfen.

Narges Kalhor, geboren 1984 in Teheran, ist eine in Deutschland lebende Filmregisseurin, Videokünstlerin und Filmeditorin. Ihr Kurzfilm "Sensitive Content" wurde bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2023 mit dem "3satNachwuchspreis" ausgezeichnet. Ihr aktueller Film "Shahid" feierte auf der Berlinale 2024 seine Premiere.

 

Kurzfilmtage Oberhausen

Samstag, 4. Mai 2024 · 23:25 Uhr

"Lydia"

Kurzfilm (21:09), Deutschland 2021

STAB

Regie Christian Becker

INHALT

Aus dem Super-8-Archiv eines Ehepaars hat der Regisseur Christian Becker mit bedachter Auswahl einen Diamanten geschliffen über das Private: Ende der 1970er-Jahre gefilmt und 1992 in Tagebuchskizzen niedergeschrieben, erzählt der Film über zwei Dekaden hinweg aus dem Leben des Ehepaares Lydia und Wolfgang B. Sie Übersetzerin französischer Literatur, er Romanistik-Professor. Zwischen Lebenskrise und Lebensfreude, voller Leidenschaft und disziplinierter Arbeit, getrieben von Überzeugungen und Zweifeln und der Angst vor einem tödlichen Zweittumor, berichten Lydias Schmalfilmaufnahmen und Wolfgangs Tagebuchtexte splitterhaft von der Schönheit und der Widrigkeit einer symbiotischen Ehe. Das Beobachten zweier, die sich beobachten, schafft die überraschende und originelle Abbildung ehelicher Intimität.

Der kurze Dokumentarfilm von Christian Becker wurde 2021 bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen mit dem Preis des NRW-Wettbewerbs und bei der Duisburger Filmwoche mit dem Preis der Stadt Duisburg ausgezeichnet.

 

Kurzfilmtage Oberhausen

Samstag, 4. Mai 2024 · 23:45 Uhr

"Trübes Wasser"

Kurzfilm (9:48), Deutschland 2020

STAB

Regie Elena Wiener

INHALT

Was, wenn dein Körper dich auffrisst? Wenn der Kampf gegen dich selbst deinen Alltag, deine Beziehungen und deine Freiheiten überschattet? "Trübes Wasser" ist ein kurzer Animationsfilm über den Kampf gegen eine Autoimmunkrankheit und innere Dämonen. Eine an Neurodermitis leidende Frau isoliert sich in ihrer Wohnung und befindet sich damit in einem Dilemma aus erdrückender Sicherheit und sozialer Abschottung. Während sie ihren Alltagsroutinen nachgeht, wird deutlich, wie sehr die Krankheit bereits ihr Leben bestimmt. Das Leiden scheint nicht nur sie selbst zu erdrücken, sondern auch ihre Partnerschaft. Um ihren Zustand zu akzeptieren, muss sie sich schließlich mit ihren inneren Dämonen auseinandersetzen.

Der Animationsfilm der Nachwuchsregisseurin Elena Wiener wurde 2021 bei den "Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen" mit dem Förderpreis des Landes NRW ausgezeichnet.

 

Kurzfilmtage Oberhausen

Samstag, 4. Mai 2024 · 23:55 Uhr

"Ansonsten geht's mir gut"

Kurzfilm (14:00), Deutschland/Türkei 2020

STAB

Regie Eren Aksu

INHALT

Die türkische Einwanderin Aslı nimmt in Berlin ‎an einem Probesprechen für einen Audioführer eines Museums teil und wird dabei mit Objekten aus ihrem Heimatland konfrontiert. Aslıs Begegnungen im weiteren Verlauf des Tages enthüllen die Absurdität des "Fehl-am-Platz-Seins".

Eren Aksu, 1987 in Istanbul geboren, studierte Film und Fernsehen an der Istanbuler Bilgi-Universität und an der Universität der Künste Berlin mit Schwerpunkt auf dem Schreiben und Umsetzen von Erzählfilmen. Er nahm 2017 an "Talents Sarajevo" auf dem "Sarajevo Film Festival" teil und war vorher schon mit zwei Filmen in Oberhausen zu Gast. "Ansonsten geht's mir gut" wurde bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 2020 mit dem 3sat-Förderpreis ausgezeichnet.‎

 

Fotos zum Kurzfilmprogramm anlässlich der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen finden Sie hier.

Hauptabteilung Kommunikation
Programmkommunikation

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@zdf.de
Mainz, 08. März 2024
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