3sat-Dokumentarfilm "Verbotene Bücher – Kulturkampf in den USA"

Do, 21.05.2026, 11:30 Uhr
Suzette Baker weigerte sich, Bücher aus ihrem Bestand zu entfernen. Daraufhin wurde die Bibliotheksleiterin und US-Army-Veteranin entlassen Bildrechte: ZDF, Courtesy of Dogwoof & THE LIBRARIANS documentary, DP Amy Bench

Schulbibliotheken waren in den USA jahrzehntelang ein sicherer Ort des Lesens und Lernens. Inzwischen jedoch ist an Amerikas Bücherregalen ein Kulturkampf entbrannt: Konservativen Aktivisten sind manche Werke ein Dorn im Auge. Alles, was ihrem Weltbild nicht entspricht, soll aus den Regalen verschwinden. Bibliothekarinnen und Bibliothekare hingegen verteidigen die Lesefreiheit – und zahlen dafür einen hohen Preis. Der hochaktuelle Dokumentarfilm "Verbotene Bücher – Kulturkampf in den USA" ist zu sehen bei 3sat am Mittwoch, 27. Mai 2026, um 20.15 Uhr und bereits jetzt in der 3satMediathek

Tausende Bücher sind in den USA bereits aus Schulbibliotheken verbannt worden. Angetrieben wird die Entwicklung unter anderem von Interessengruppen wie den ultrakonservativen "Moms for Liberty", die landesweit Kampagnen organisieren. Immer mehr Titel, die sich beispielsweise mit Rassismus und der Geschichte der Sklaverei beschäftigen, geraten, ebenso wie solche zu LGBTQ-Themen, die vermeintlich als pornografisch beanstandet werden, in Kritik. Die Koordination der Angriffe erfolgt immer gezielter, mit weitreichenden Folgen. Bibliothekarinnen und Bibliothekare, die Kindern und Jugendlichen Zugang zu einer vielfältigen und altersgerechten Literatur ermöglichen wollen, sehen sich Diffamierungen und Drohungen ausgesetzt. Dennoch geben viele von ihnen nicht klein bei und leisten Widerstand. Der Dokumentarfilm "Verbotene Bücher – Kulturkampf in den USA" von Kim A. Snyder erzählt die Geschichten dieser Menschen, die zu Verteidigern der Demokratie geworden sind.

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Mainz, 21. Mai 2026