Zum Jubiläum der Duisburger Filmwoche

3sat zeigt 52 Filme zum 50. Jubiläum

Die Duisburger Filmwoche, das Festival des Dokumentarfilms aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, feiert in diesem Jahr (2. bis 8. November 2026) sein 50-jähiges Jubiläum. Im Rahmen seiner Medienpartnerschaft präsentiert 3sat sieben Filme aus dem Festivalprogramm und vergibt vor Ort zum 31. Mal den von den vier 3sat-Partnern ZDF, ORF, SRG und ARD gestifteten 3sat-Dokumentarfilmpreis. Von Mittwoch, 28. Oktober bis Dienstag, 10. November 2026, zeigt 3sat in seinem Begleitprogramm sieben Filme des Festivals linear in seinem Programm. 

Zusätzlich bietet die 3satMediathek ein besonderes Highlight: Anlässlich des Jubiläums sind dort ab Montag, 26. Oktober 2026, 52 Filme aus der Festivalgeschichte zu sehen.  

Dokumentarfilm
Mi 28. Okt
01:50 Uhr

"Unsere Gegenwart braucht den Dokumentarfilm: eine Filmkunst, die genau hinsieht, Widersprüche sichtbar macht und uns ermöglicht, andere Perspektiven einzunehmen. Die Duisburger Filmwoche ist seit 50 Jahren ein herausragender Ort für diese Form der Auseinandersetzung, weil sie Dokumentarfilme nicht nur zeigt, sondern zur Diskussion stellt und weiterdenkt. 3sat ist seit 1996 überzeugter Partner des Festivals. Den Dokumentarfilm in seinen unterschiedlichen Ausprägungen zu stärken, ihm im linearen wie im digitalen Programm Raum zu geben und gemeinsam mit Festivals wie der Duisburger Filmwoche sichtbar zu machen, wird auch in Zukunft ein wichtiger Teil der DNA von 3sat bleiben."
Natalie Müller-Elmau, Senderchefin 3sat

 

Mit dem Dokumentarfilm We are all Detroit - Bochum, eine Stadt im Wandel von Ulrike Frankert und Michael Loeken (Deutschland 2021) eröffnet 3sat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, um 1.50 Uhr, sein Begleitprogramm zur 50. Duisburger Filmwoche. Am Montag, 2. November 2026, folgt Safari von Ulrich Seidl (Österreich 2016) um 22.25 Uhr. Am Dienstag, 3. November, zeigt 3sat um 22.25 Uhr, mit Workingman’s Death ein Dokumentarfilm von Michael Glawogger (Deutschland 2005), und um 0.30 Uhr Über die Jahre von Nikolaus Geyrhalter (Österreich 2015). Soldaten des Lichts von Julian Vogel und Johannes Büttner (Deutschland 2025) steht am Montag, 9. November, um 22.25 Uhr auf dem Programm. Um 0.15 Uhr sendet 3sat den mit dem Grimme-Preis 2023 ausgezeichneten Dokumentarfilm von Peter Nestler Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung (Deutschland 2022). Der Schweizer Dokumentarfilm von Peter Mettler Gambling, Gods and LSD aus dem Jahr 2002 bildet am Dienstag, 10. November, um 22.25 Uhr, den Abschluss im Programm von 3sat zur diesjährigen Duisburger Filmwoche. 

 

Hier finden Sie eine Übersicht der 52 Filme des Festivalprogramms der Duisburger Filmwoche, die ab Montag, 26. Oktober 2026 in der 3satMediathek zu sehen sind. 

 

Gambling, Gods and LSD

Regie: Peter Mettler

Schweiz/Kanada 2002

Eine Reise durch Kanada, die USA, die Schweiz und Indien, und ein essayistischer Dokumentarfilm über Glück, Glauben, Ekstase und die menschliche Suche nach Sinn. Aufgenommen beispielsweise bei unterirdischen Nukleartests in der Wüste Nevadas und auf Alpengletschern in der Schweiz.

Workingman’s Death

Regie: Michael Glawogger

Österreich/Deutschland 2005

In sechs Kapiteln beobachtet der Film Menschen bei körperlicher Schwerstarbeit, von ukrainischen Kohleminen bis zu einer Abwrackwerft in Pakistan. Michael Glawogger (1959 - 2014) geht den Fragen nach, ob körperliche Schwerstarbeit verschwindet oder ob sie nur unsichtbar wird - und wo sie im 21. Jahrhundert noch zu finden ist.

Safari

Regie: Ulrich Seidl

Österreich 2016

Europäische Jagdtouristen reisen nach Afrika, um Tiere zu erlegen. Der Dokumentarfilm beobachtet ihre Rituale, Rechtfertigungen und Trophäenbilder.

Einzeltäter – München

Regie: Julian Vogel

Deutschland 2023

Angehörige der Opfer des rassistischen Anschlags von München 2016 kämpfen gegen das verharmlosende Narrativ vom unpolitischen Einzeltäter. Drei Dokumentarfilme widmen sich den Hinterbliebenen der Opfer der rechtsterroristischen Attentate in München 2016, Halle 2019 und Hanau 2020. Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen der Trauerarbeit der Betroffenen und der politischen Deutung der Tat?

Einzeltäter – Halle

Regie: Julian Vogel

Deutschland 2023

Der Vater eines beim rechtsextremen Anschlag von Halle ermordeten Mannes ringt mit Verlust, öffentlicher Aufmerksamkeit und fehlenden Worten.

Einzeltäter – Hanau

Regie: Julian Vogel

Deutschland 2023

Hinterbliebene des rassistischen Anschlags von Hanau erinnern an die Opfer und benennen Behördenversagen, Trauer und ihren Kampf um Aufklärung.

Soldaten des Lichts

Regie: Julian Vogel + Johannes Büttner

Deutschland 2025

"Soldaten des Lichts" taucht in eine komplexe Welt zwischen Verschwörungsideologien und Selbstoptimierung ein und porträtiert Menschen, die in Deutschland ein Königreich errichten wollen.

Unrecht und Widerstand – Romani Rose und die Bürgerrechtsbewegung

Regie: Peter Nestler

Deutschland 2022

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, blickt auf den Kampf der Sinti und Roma um Anerkennung des NS-Völkermords, Bürgerrechte und gesellschaftliche Gleichstellung zurück.

Mein Land will nicht verschwinden

Regie: Andreas Goldstein

Deutschland 2025

35 Jahre nach dem Verschwinden der DDR reflektiert Andreas Goldsteins essayistischer Dokumentarfilm "Mein die Transformation in individueller Erinnerung und öffentlichen Bildern.

Zuhurs Töchter

Regie: Laurentia Genske + Robin Humboldt

Deutschland 2021

Die syrischen Schwestern Lohan und Samar gestalten in Deutschland ihr Leben als Transfrauen neu und ringen zugleich um familiäre Akzeptanz. Über drei Jahre lang begleiten die Filmemacher die beiden Schwestern auf ihren Streifzügen durch Szeneclubs, bei Gesprächen mit Ärztinnen und Ärzten, mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie der Auseinandersetzungen mit den Eltern und Geschwistern.

Reproduktion

Regie: Katharina Pethke

Deutschland 2024

Drei Generationen von Frauen betrachten Mutterschaft, Kunst und Arbeit. Katharina Pethkes persönlicher Essayfilm untersucht das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Ambition und gesellschaftlicher Determinierung, zwischen Eigensinn und Mutterschaft, Produktion und Reproduktion, in dem sich Künstlerinnen seit Generationen bewegen.

Oeconomia

Regie: Carmen Losmann

Deutschland 2020

Jenseits der distanzierten Formeln der Finanzberichterstattung, die den Fokus nicht auf ein Verstehen des großen Ganzen setzen, macht sich Carmen Losmann mit viel Scharf- wie Eigensinn daran, den Kapitalismus der Gegenwart in seiner Struktur zu durchleuchten.

Anmaßung

Regie: Chris Wright + Stefan Kolbe

Deutschland 2021

Wie nahe wollen wir einem Mörder kommen? Die Fimautoren begleiten Stefan S. in den letzten vier Jahren seiner Haftzeit und versuchen, Licht in seine Vergangenheit und in sein Dasein als Häftling zu bringen. Ein höflicher, schüchterner Mann, der als Facharbeiter einst eine Arbeitskollegin zu Tode gewürgt hatte. 

Raimund – ein Jahr davor

Regie: Hans-Dieter Grabe

Deutschland 2013

Hans-Dieter Grabe beobachtet seinen 72-jährigen Nachbarn Raimund beim Holzmachen im Garten. Raimund ist ein erfahrener und nachdenklicher Mann, überzeugt von dem, was er tut, voller Tatkraft, Ausdauer und Freude an seiner Arbeit. Als seine Frau an Krebs erkrankt und stirbt, nimmt sich Raimund das Leben. 

Ein kleiner Film für Bonn

Regie: Klaus Wildenhahn

Deutschland 2000

Dokumentarist Klaus Wildenhahn, gebürtiger Bonner, wirft einen persönlichen und wehmütigen Blick hinter die Kulissen des Regierungsumzugs von Bonn nach Berlin. Eine kleine Liebes- und Abschiedserklärung an den ehemaligen Regierungssitz. 

Gefängnisbilder

Regie: Harun Farocki

Deutschland 2000

Der preisgekrönte deutsche Essayist Harun Farocki kombiniert lähmende, teils schockierende Bilder von Überwachungskameras aus amerikanischen Hochsicherheitsgefängnissen mit Ausschnitten aus bekannten Spiel- und Dokumentarfilmen.

Ein Besuch im Louvre

Regie: Jean-Marie Straub + Danièle Huillet

Frankreich 2003

Gemälde im Louvre treffen auf Cézannes überlieferte Kunsturteile. Streitsüchtig und wunderbar genau spricht der Künstler über die Bilder seiner Kollegen. Bild, Sprache und Museumsraum verbinden sich zu einer konzentrierten Betrachtung. 

Unser täglich Brot

Regie: Nikolaus Geyrhalter

Österreich 2005

Ohne Kommentar zeigt Geyrhalters Film die industrialisierte Erzeugung von Lebensmitteln und die präzisen Abläufe zwischen Mensch, Tier und Maschine. Er offenbart die industrielle Nahrungsmittelproduktion als Spiegelbild unseres gesellschaftlichen Wertekanons: viel, einfach, schnell.

Zum Vergleich

Regie: Harun Farocki

Deutschland 2008

Die Ziegelherstellung in Afrika, Indien und Europa macht unterschiedliche Formen von Handarbeit und Automatisierung sichtbar. Harun Farocki beobachtet die Arbeitsschritte bei der Herstellung des Baumaterials. 

Henry Fonda for President

Regie: Alexander Horwath

Österreich 2024

Eine essayistische Reise durch die USA, ihre Geschichte und ihre Bilder, geführt von Henry Fondas Biografie und Filmrollen.

Mädchengeschichten: Good Morning Hanoi

Regie: Julia Albrecht 

Deutschland 2003

In Hanoi verkauft die 17-jährige Lê Bonbons in einem kleinen Laden, der ihren Eltern gehört. Ihre Familie ist der einzige Halt, aber auch der größte Druck in ihrem Leben. Ein junges Mädchen zwischen Familie, Schule und eigenen Zukunftsvorstellungen in einer vietnamesischen Gesellschaft im Wandel.

Fremde Kinder: Businessman

Regie: Stanislaw Mucha

Deutschland/Polen 2005

Der Filmautor begleitet den 11-jährgen Stasio aus einem kleinen polnischen Dorf, der versucht mit Unternehmergeist und Einfallsreichtum, seinen Alltag zu meistern und sich in einer von Armut geprägten Umgebung zu behaupten.

Fremde Kinder: Alle Kinder bis auf eines

Regie: Andreas Bolm + Noëlle Pujol

Deutschland 2008

Karcsi ist ein Roma-Junge aus dem Dorf Jaba, unweit des ungarischen Plattensees. Er starb kurz vor seinem 10. Geburtstag an einer Lungenembolie. Seine Freunde erzählen seine Geschichte, wie er war und was er mochte. Die Filmemacher verbinden ihre Erinnerungen zu einer zärtlichen, unsentimentalen Erzählung über Kindheit und Tod, Realität und Fantasie.

Mädchengeschichten: Weit weg von hier

Regie: Kristina Konrad

Deutschland 2008

"Weit weg von hier" möchte die 17-jährige Daniela leben. "Hier" ist ein armes Viertel in Montevideo/Uruguay, wo sie mit sechs Familienmitgliedern in einem kleinen Häuschen lebt. Der Dokumentarfilm folgt ihren Erfahrungen, Wünschen und ihrem Blick auf die Welt.

Fremde Kinder: Der Vorführer

Regie: Shaheen Dill-Riaz

Deutschland 2012

Der 10-jährige Rakeeb arbeitet als Filmvorführer und eröffnet durch seine Tätigkeit einen Blick auf Kindheit, Arbeit und Kinokultur in Bangladesch.

Fremde Kinder: Happy End

Regie: Stanislaw Mucha

Deutschland 2012

Anton ist 12, liebt Schokolade und sammelt in Kiev unbekümmert schweres Altmetall, bis ein Sozialarbeiter über Heimunterbringung und die Schulden seiner Familie spricht. 

Fremde Kinder: Kiran

Regie: Alexander Riedel + Bettina Timm

Deutschland 2012

Kiran ist zehn und lebt mit seiner Mutter in einer Jurte in den französischen Pyrenäen. Die beiden sind Selbstversorger und Aussteiger. Aber Kiran möchte sein wie andere Kinder in seinem Alter.

Ab 18!: 10 Wochen Sommer

Regie: Peter Göltenboth + Anna Piltz

Deutschland 2014

Helene, Jori, Tatti und Isa kennen sich aus der Schule. Kinder sind sie keine mehr, erwachsen aber auch noch nicht. Sie leben im pubertären Dazwischen, wohnen noch zuhause, feiern exzessiv in Clubs und auf Partys, experimentieren mit der Liebe und dem Leben im Allgemeinen

Ab 18! – Freier Mensch

Regie: Andreas Hartmann

Deutschland 2016

Ein Leben in Freiheit – gegen jede Konvention: Der 22-jährige Kei verweigert sich der japanischen Leistungsgesellschaft und lebt als "Jiyujin" (freier Mensch).

Ab 18! – Joe Boots

Regie: Florian Baron

Deutschland 2017

Der junge US-Veteran Joe verarbeitet seine Kriegserfahrungen und versucht, zwischen Erinnerung, politischem Engagement und Alltag seinen Weg zu finden.

Ab 18! – Du warst mein Leben

Regie: Rosa Hannah Ziegler

Deutschland 2017

Nach Jahren der Funkstille trifft sich Yasmin mit ihrer Mutter Eleonore. Alles kommt auf den Tisch: Die Nächte, die Yasmin mit ihrem Bruder allein war, während ihre Mutter sich mit Drogen betäubte, aber auch Eleonores eigenes schweres Kindheitstrauma.

Ab 18! – Einmannland

Regie: Kilian Helmbrecht

Deutschland 2017

Kilian ist 23 Jahre alt und hat sich entschieden, einen Sommer als Vogelwart auf einer unbewohnten Insel zu leben. Eine Auszeit nach dem Abitur. Doch die Suche nach Ruhe, Erfüllung und Selbsterkenntnis, die ihn in die Einöde trieb, gestaltet sich schwerer als gedacht. 

Ab 18! – Die Tochter von…

Regie: Joakim Demmer + Verena Kuri

Deutschland 2019

Als Micaela drei war, wurde ihre Mutter entführt. Ihre Kindheit in Argentinien war geprägt von der Suche nach ihr. Mit 19 Jahren lebt Micaela erstmals allein - ohne Polizeischutz. In Argentinien gilt der Fall ihrer Mutter Marita Verón als Politikum: eine junge Frau, die von Menschenhändlern verschleppt wurde und bis heute verschwunden ist.

Ab 18! – Dazwischen Elsa

Regie: Katharina Pethke + Christoph Rohrscheidt

Deutschland/Spanien 2019

Ein Jahr nach dem Abitur weiß Elsa immernoch nicht, was oder wer sie sein soll. Sie befindet sich zwischen Lebensphasen, Erwartungen und eigenen Wünschen. Der Dokumentarfilm begleitet ihre Suche nach Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.

Ab 18! – Ich habe dich geliebt

Regie: Rosa Hannah Ziegler

Deutschland 2020

Katharina (21) und Ben (27) sind ein junges, impulsives Paar. Sie streiten viel, trennen und versöhnen sich. Dann kommt es zu einer letzten gemeinsamen Nacht und einem alles entscheidenden Morgen. 

Ab 18! – Großstadt Odysseus

Regie: Kilian Helmbrecht

Deutschland 2023

Raffly sucht in Berlin gleichzeitig Wohnung, Job und Arbeitserlaubnis. Der Dokumentarfilm begleitet den Indonesier durch Bürokratie und einen angespannten Wohnungsmarkt.

Ab 18! – Mein fremdes Ich

Regie: Katharina Pethke + Christoph Rohrscheidt

Deutschland 2022

Lale ist 26 und arbeitet seit Jahren als Model. Doch die Arbeit an der Oberfläche erschöpft sie zunehmend. Sie will sich endlich den wichtigen Dingen des Lebens zuwenden – und lässt sich für ihre Jobs virtuell klonen.

DocuMe – Für Thea

Regie: Felix Rier

Italien/Deutschland 2025

Kurz nach ihrem 24. Geburtstag wird Thea nachts in ein Auto gezerrt und für mehrere Stunden vergewaltigt. Im Tanz und einer Therapie sucht sie nun nach einem Weg der Aufarbeitung. Der bewegende Dokumentarfilm begleitet Theas mutigen Versuch, wieder zu sich selbst zu finden. 

DocuMe – Speara

Regie: Florian Baron

Deutschland 2025

Mitsuki ist 26 Jahre alt, in Japan aufgewachsen, und ohne ihre Familie in die USA gegangen. Als Speerfischerin taucht sie vor der kalifornischen Küste ohne Atemgerät. Für die Umweltaktivistin und Köchin zählen Transparenz und Ehrlichkeit in ihrem Handeln zu ihrem Credo. Sie tötet nur soviel, wie sie später auch selbst verwerten kann.

DocuMe – Stahlarbeiterin

Regie: Lea Schlude

Deutschland 2024

Lotti (27) ist Industriemechanikerin und seit kurzem Betriebsrätin beim führenden Stahlproduzenten Deutschlands. Sie ist bis heute die einzige Frau und queere Person an ihrem Standort. Der Dokumentarfilm begleitet die außergewöhnliche Frau auf ihrem Weg in einer der letzten Männerdomänen, der Stahlbude von Gelsenkirchen.

Michael Hamburger – Ein englischer Dichter aus Deutschland

Regie: Frank Wierke

Deutschland 2007

Porträt des Dichters und Übersetzers Michael Hamburger, der über Sprache, Exil und sein Leben zwischen deutscher Herkunft und dem Leben in England spricht.

Das Block

Regie: Chris Wright + Stefan Kolbe

Deutschland 2007

Vier Bewohner eines Plattenbaus in Gräfenhainichen, einer Kleinstadt in der Nähe von Wittenberg, erzählen von ihrem Alltag, ihren Ängsten und Sehnsüchten. Enge Räume, soziale Brüche und persönliche Geschichten formen das Porträt eines Mikrokosmos.

On/Off the Record

Regie: Jörg Adolph

Deutschland 2002

In der ländlichen Idylle der oberbayerischen Kleinstadt Weilheim lebt und arbeitet die Band The Notwist. 70 Tage hat der Dokumentarfilmer Jörg Adolph die erfolgreiche deutsche Elektro-Pop-Guppe bei der Aufnahme ihres Albums "Neon Golden" begleitet. 

Mondo Lux – Die Bilderwelten des Werner Schroeter

Regie: Elfi Mikesch

Deutschland 2010

Ein filmisches Porträt Werner Schroeters (1945-2010). Der Film-, Theater- und Opernregisseur war ein Wandler zwischen den Künsten und Medien, ein radikaler Nonkonformist und sinnlicher Ästhet, der es weder sich selbst noch seinem Publikum je leicht machte. 

Above and Below

Regie: Nicolas Steiner

Deutschland/Schweiz 2015

Rick und Cindy leben in der Kanalisation von Las Vegas, Daves Zuhause ist ein verlassener Bunker in Kalifornien, und April lebt in der Wüste von Utah, wo sie die Mars-Übersiedlung trainiert. Nicolas Steiners vielfach preisgekrönter Dokumentarfilm "Above and Below" ist ein Trip durch eine apokalyptisch anmutende Welt voller Herausforderungen und Schönheit.

Heimat ist ein Raum aus Zeit

Regie: Thomas Heise

Deutschland/Österreich 2019

In seinem Dokumentarfilm folgt Thomas Heise den Spuren seiner zerrissenen Familie, die seit dem Ersten Weltkrieg vom Kampf für den Sozialismus geprägt war, und davon, dass der jüdische Wiener Familienzweig im "Dritten Reich" in KZs deportiert und ermordet wurde.

Danach hätte es schön sein müssen

Regie: Karin Jurschick

Deutschland 2001

Karin Jurschick trifft ihren 91-jährigen Vater, nach Jahren ohne Kontakt, wieder. Dabei rekonstruiert sie die Familiengeschichte und den Selbstmord ihrer Mutter. Persönliche Erinnerungen treffen auf Schweigen, Schuld und verdrängte Konflikte.

Shanghai Fiction

Regie: Julia Albrecht + Busso von Müller

Deutschland 2009

"Shanghai Fiction" erzählt von vier Menschen im Shanghai von 2009 auf der Suche nach Glück und wirft einen Blick hinter die Fassade der sozialen und wirtschaftlichen Umgestaltung Chinas.

Barstow, California

Regie: Rainer Komers

Deutschland 2018

Der Film "Barstow, California" ist ein sowohl ergreifendes Portrait der kalifornischen Wüste als auch eine Begegnung mit dem afroamerikanischen Autor und Lyriker Spoon Jackson, der seit 1977 in zahlreichen Gefängnissen in lebenslanger Haftstrafe einsitzt.

Aufzeichnungen aus der Unterwelt

Regie: Tizza Covi + Rainer Frimmel

Österreich 2020

Im Milieu der Wiener Unterwelt der 1960er-Jahre herrscht Unruhe: Mitten im Geschehen stehen der Wienerlied-Sänger Kurt Girk und sein legendärer Freund Alois Schmutzer. Die beiden erinnern an Glücksspiel, Revierkämpfe, Gefängnis und Polizeigewalt. Eine Liebeserklärung an ein vergangenes Wien. 

We are all Detroit – Bochum, eine Stadt im Wandel

Regie: Ulrike Franke + Michael Loeken

Deutschland 2021

Bochum und Detroit verbindet der Niedergang der Autoindustrie. Der Film zeigt die Entwicklungen zweier Städte auf verschiedenen Kontinenten und die Auswirkungen auf die dort lebenden Menschen.

Über die Jahre

Regie: Nikolaus Geyrhalter

Österreich 2015

Nach dem Aus einer Textilfabrik im österreichischen Waldviertel müssen sich die Beschäftigten neu orientieren. Der Dokumentarfilm begleitet die die Menschen zehn Jahre lang und zeigt: Das Leben geht weiter. 

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Mainz, 16. September 2026