Max Ernst mit Schaukelpferd (1937)

© ZDF und LVR Landschaftsverband Rheinland

Max Ernst - Der Surrealist und das Trampeltier

Film von Daniel Guthmann und Christian Buckard

Der Künstler Max Ernst (1891–1976): Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt die 3satKulturdoku "Max Ernst – Der Surrealist und das Trampeltier" am Samstag, 28. März, um 19.20 Uhr, die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus. Durch die Verwendung von Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel sowie Interviews mit Kunsthistorikerinnen und einem Zeitzeugen entsteht ein lebendiges Porträt Max Ernsts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Kultur
Dokumentation
Sa 28. Mär
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat. Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich "feindlicher Ausländer" in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen.

Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940er Jahren. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinausgehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk "Der Hausengel" – dem "Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet", thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit.

Einen Bilderlink finden Sie hier

"Max Ernst - Der Surrealist und das Trampeltier" ist vom 27. März 2026, 6.00 Uhr, bis zum 28.April 2026 in der 3satmediathek zu finden. 

Hauptabteilung Kommunikation
Programmkommunikation

Dr. Katharina Rudolph
rudolph.kwhatever@zdf.de
Mainz, 06. Februar 2026