
NANO-Begleitprogramm zur UN-Klimakonferenz 2026
Mit aktueller Berichterstattung und Hintergrundberichten
Vom 9. bis 20. November 2026 findet die UN-Klimakonferenz COP31 in Antalya, Türkei statt. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin "NANO" berichtet ab Montag, 9. November, werktäglich um 18.30 Uhr aus Antalya. Moderator Gregor Steinbrenner ist vor Ort und ordnet die Geschehnisse rund um den Gipfel ein.
Am Donnerstag, 12. November 2026, ab 20.15 Uhr, widmen sich "NANO Doku" und "NANO Talk" an einem Wissenschaftsabend den Themen "Waldbrände: Leben mit dem Feuer" und "Klimakrise – Unser neues normal?".
Im Vorfeld der COP31 ist in der 3satMediathek ab Donnerstag, 5. November 2026, die dreiteilige NANO-Reportagereihe "Water Warriors" verfügbar. Sie begleitet Wissenschaftler, Landwirte und Start-ups rund ums Mittelmeer, die mit innovativen Technologien nachhaltige Lösungen für die Wasserkrise entwickeln.
18:30 Uhr
NANO
Werktägliche Berichterstattung vom 9. November bis 23. November 2026
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin "NANO" berichtet ab Montag, 9. November, werktäglich um 18.30 Uhr über die UN-Klimakonferenz COP31 aus Antalya. Zum Auftakt beschäftigt sich am Montag, 9. November 2026, 18.30 Uhr, eine Spezial-Ausgabe von "NANO" mit der Frage: Macht die Klimapolitik endlich ernst? Ein Sommer der Negativrekorde geht zu Ende: heiß, trocken, tödlich. Jetzt beginnt die COP 31 in der Türkei – die letzte Hoffnung, mit der Klimapolitik endlich ernst zu machen. Der Sommer 2026 war der zweitwärmste je gemessene. So viele Menschen wie noch nie starben durch die Hitze in Deutschland. Das Klima ist DIE große Baustelle der Menschheit. Es braucht endlich einen Durchbruch in der internationalen Klimapolitik – kann die COP31 ihn bringen?
Am Montag, 23. November um 18.30 Uhr, fasst das Wissenschaftsmagazin die wichtigsten Ergebnisse der 31. Klimakonferenz in einem Abschlussbericht zusammen.
NANO Doku: "Waldbrand – Leben mit dem Feuer"
Donnerstag, 12. November, 20.15 Uhr
Mehr als 90 Prozent aller Waldbrände werden vom Menschen ausgelöst und geraten in Europa immer häufiger außer Kontrolle. Extreme Hitze, Dürre und trockene Böden verschärfen die Brandgefahr. 2025 brannten mehr als eine Million Hektar Wald. Selbst modernste Technik stößt an ihre Grenzen. Von Gegenfeuern bis zu klimaresilienten Wäldern entwickeln Forschende neue Konzepte. Denn Löschen allein reicht nicht mehr. Die "NANO Doku" erzählt von einer neuen Realität: Vegetationsbrände werden zur dauerhaften Aufgabe von Feuerwehr, Forstwirten, Ökologen, Landwirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Feuer leben zu lernen, heißt, es besser zu verstehen, klüger zu löschen und dafür zu sorgen, dass aus einem Funken kein Extrembrand wird.
NANO Talk: "Klimakrise – Unser neues Normal?"
Moderation: Alena Buyx
Donnerstag, 12. November, 21.00 Uhr
Menschen sterben wegen Hitze, Ernten verkümmern mangels Wasser: Die Menschheit muss sich anpassen an neue Wetterextreme. Alena Buyx fragt nach, welche Lösungen schnell und gut wirken. Lösungen gibt es: Trockenheitsresistente Pflanzen, Schwammstädte oder Klimaanlagen. Doch nicht alle Maßnahmen sind schnell umsetzbar und finanzierbar. Prioritäten müssen gesetzt und Gelder bereitgestellt werden für eine möglichst schnelle Anpassung. Doch wie schnell können diese Lösungen umgesetzt werden? Welche Technologien helfen wirklich? Und wie lässt sich Deutschland auf eine Zukunft vorbereiten, in der Hitzewellen zur neuen Normalität werden? Darüber diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen im "NANO Talk".
NANO-Reportagereihe: "Water Warriors"
ab Donnerstag, 5. November in der 3satMediathek
Im Vorfeld der COP31 ist in der 3satMediathek ab Donnerstag, 5. November 2026, die dreiteilige NANO-Reportagereihe "Water Warriors" verfügbar. Während die UN-Weltklimakonferenz COP31 in Antalya eine Brücke zwischen Industrie- und Entwicklungsländern schlagen will, entwerfen die Water Warriors – Wissenschaftler, Landwirte und Start-ups – rund ums Mittelmeer schon jetzt innovative Technologien, die den Herausforderungen des Klimawandels nachhaltige Wassersysteme entgegensetzen. Die Uhr tickt…
Folge 1: Water Warriors Türkei – Strategien gegen die große Dürre
Schon jetzt beklagt die Türkei in extremen Dürrejahren bis zu 40 Prozent Ernteausfälle. "Die Türkei wird sich von einem mediterranen Klima zu einem Klima wandeln, das ähnlich dem der Sahara sein wird," warnt der Klimawissenschaftler Levent Kurnaz vom Zentrum für Klimawandel an der Bogazici-Universität in Istanbul. "Save Water, Save Lives" ist der Slogan des türkischen Landwirts und Maschinenbauers Sabri Bozkurt. In einem Land, das nach Jahren der Dürre um das Überleben seiner Landwirtschaft kämpft, hat er ein Bewässerungssystem entworfen, das 60 Prozent Wasser einspart. Forscher wie jene des Start-up-Unternehmens Uptechlabs sind radikaler. Sie arbeiten an einer urbanen, hydroponischen Landwirtschaft, die fast ganz ohne Wasser und Erde auskommen soll.
Folge 2: Water Warriors Italien – Die Beschützer des Mittelmeers
Die Sorge um das Mittelmeer selbst treibt die Water Warriors in Italien an. Dort kämpfen Umweltorganisationen wie Greenpeace, die Blue Marine Foundation und die Sea Shepherds für den Erhalt und Erweiterung von Meeresschutzgebieten, abgegrenzten Seegebieten, die Fauna und Flora der Meere vor Überfischung und den Folgen des Massentourismus beschützen. Auf den Meeren und in Umweltministerien setzen sie sich ein für globale Bewegungen wie das "30x30"-Ziel: Bis zum Jahr 2030 sollen weltweit mindestens 30 Prozent der Ozeane geschützt sein. Ein hoch gestecktes Ziel, aber schon jetzt sind die Meeresschutzgebiete die einzigen Orte, an denen das Meer eine Chance hat, sich selbst zu retten. "Das Meer gehört nicht uns," sagt Stefano Quarta von der Meeresschutzgruppe Sea Shepherds. "Es gehört allen Lebewesen, die diesen blauen Planeten bewohnen."
Folge 3: Water Warriors Israel – Mit Wasser Frieden schaffen
In Israel, einem Land, das zur Hälfte aus Wüstengebieten besteht und das seit seiner Staatsgründung mit Wasserproblemen ringt, hoffen Water Warriors wie Gidon Bromberg von der Umweltorganisation EcoPeace, dass die Entsalzungsanlagen des Landes zu einem regionalen Frieden beitragen werden. Durch den Klimawandel regnet es immer weniger. Der letzte Sommer war der schlimmste seit 100 Jahren. In einer kriegs- und krisengeplagten Region träumt er von regionalen Abkommen zwischen Israel und Staaten wie Jordanien: Sonnenenergie im Austausch gegen Wasser.
Hauptabteilung Kommunikation
ProgrammkommunikationAnnette Reichert
reichert.awhatever@zdf.de
Mainz, 25. September 2026