
NANO DOKU zur Spieltheorie und NANO TALK: "Neue Utopien"
Kann Spieltheorie die Welt retten?
Warum kooperieren wir? Welche Strategien helfen uns bei Entscheidungen? Ob bei geopolitischen Konflikten, im globalen KI-Wettlauf oder in der WG-Küche: Die Spieltheorie hat Antworten. Mathematische Modelle können erklären, warum Menschen kooperieren, drohen oder zögern – und warum das Verhalten anderer über den eigenen Erfolg entscheidet: beim Elfmeterschießen, bei Organspenden oder Klimaverhandlungen. Die NANO Doku "Kann Spieltheorie die Welt retten?" begleitet Forschende, die mithilfe spieltheoretischer Modelle Konflikte analysieren. Die Erkenntnis: Die Spieltheorie liefert zwar keinen Weltrettungsplan – aber neue Perspektiven auf Kooperation, Macht und menschliches Entscheidungsverhalten. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen im NANO Talk "Neue Utopien – Erzählungen für eine bessere Zukunft" über die Frage, wie sich angesichts einer Zukunft, die vielen Menschen bedrohlich und angsteinflößend erscheint, positive Erzählungen entwickeln lassen, die Orientierung geben, statt das Handeln zu lähmen.
20:15 Uhr
Ein Elfmeterschuss dauert weniger als eine Sekunde – und ist doch ein komplexes strategisches Duell. Genau solche Situationen untersucht die Spieltheorie: Was geschieht, wenn der eigene Erfolg davon abhängt, was andere gleichzeitig entscheiden? Auf der Frankfurter "Dippemess" demonstriert Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck das "Chicken Game" im Autoscooter, in einer WG erklärt das Gefangenendilemma den Streit um den Geschirrspüler. Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels von der Universität Köln zeigt, wie sich Kooperation bei Nierenspenden organisieren lässt. Besonders deutlich wird die Kraft der Spieltheorie beim Klimaschutz: Forschende am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Institute of Science and Technology Austria untersuchen, wie Zusammenarbeit auch unter ungleichen Voraussetzungen beteiligter Länder gelingen kann. Doch wo liegen die Grenzen der Theorie? Und was passiert, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden? Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht der Computerwissenschaftler Iyad Rahwan, wie KI soziale Entscheidungen verändert.
Im Anschluss, um 21.00 Uhr, spricht Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen im "NANO Talk" über positive Zukunftserzählungen. Viele Vorstellungen von der Zukunft erscheinen heute bedrohlich und angsteinflößend. Ob Künstliche Intelligenz, Robotik, Klimakrise oder Artensterben: Düstere Prognosen können lähmen – und sich im schlimmsten Fall selbst erfüllen. Positive Erzählungen hingegen eröffnen Handlungsspielräume und machen Veränderung denkbar. Dabei zeigt sich: Utopien und Dystopien gehören zusammen. Dystopien benennen Gefahren und Widersprüche – und können gerade dadurch neue Utopien hervorbringen. Wie aus Krisenszenarien positive Zukunftsentwürfe entstehen können, darüber spricht Stephanie Rohde mit ihren Gästen: Theresa Hannig, Schriftstellerin, Petra Schaper Rinkel, Innovationsforscherin, sowie Philipp Staab, Soziologe und Professor am Institut für Sozialwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität.
Hier geht es zu den Themen von NANO Doku und NANO Talk in der 3satMediathek.
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Die NANO Doku "Kann Spieltheorie die Welt retten?" steht ab Sonntag, 6. September 2026, 6.00 Uhr In der 3satMediathek zur Verfügung.
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Mainz, 23. Juli 2026