Spieltheorie macht sichtbar, welche Regeln, Anreize und Erwartungen hinter scheinbar spontanen Entscheidungen stehen.

© ZDF und Raketenfilm.

NANO DOKU zur Spieltheorie und NANO TALK: "Neue Utopien"

Kann Spieltheorie die Welt retten?

Warum kooperieren wir? Welche Strategien helfen uns bei Entscheidungen? Ob bei geopolitischen Konflikten, im globalen KI-Wettlauf oder in der WG-Küche: Die Spieltheorie hat die Antwort. Mathematische Modelle können erklären, warum Menschen kooperieren, drohen oder zögern – und warum das Verhalten anderer über den eigenen Erfolg entscheidet: beim Elfmeterschießen, bei Organspenden oder Klimaverhandlungen. Die NANO Doku "Kann Spieltheorie die Welt retten?" begleitet Forschende, die mit spieltheoretischen Modellen Konflikte entschlüsseln. Die Erkenntnis: Die Spieltheorie liefert zwar keinen Weltrettungsplan – aber neue Perspektiven auf Kooperation, Macht und unser Entscheidungsverhalten. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Stephanie Rohde mit ihren Gästen im NANO Talk "Neue Utopien – Erzählungen für eine bessere Zukunft" über die Frage, wie man angesichts einer Zukunft, die gegenwärtig bedrohlich und angsteinflößend erscheint, positive Erzählungen findet, um unser Handeln nicht zu lähmen.

NANO
Do 10. Sep
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Ein Elfmeterschuss dauert weniger als eine Sekunde – und ist doch ein komplexes strategisches Duell. Genau solche Situationen untersucht die Spieltheorie: Was geschieht, wenn der eigene Erfolg davon abhängt, was andere gleichzeitig entscheiden? Auf der Frankfurter "Dippemess" demonstriert Wirtschaftswissenschaftler Christian Rieck das "Chicken Game" im Autoscooter, in einer WG erklärt das Gefangenendilemma den Streit um den Geschirrspüler. Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Ockenfels von der Universität Köln zeigt, wie Kooperation bei Nierenspenden organisiert werden kann. Besonders deutlich wird die Kraft der Spieltheorie beim Klimaschutz: Forschende am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Institute of Science and Technology Austria untersuchen, wie Zusammenarbeit auch unter ungleichen Voraussetzungen beteiligter Länder gelingen kann. Doch wo sind die Grenzen der Theorie ‒ und was passiert, wenn nicht mehr nur Menschen verhandeln, sondern Maschinen mitentscheiden? Am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung untersucht der Computerwissenschaftler Iyad Rahwan, wie KI soziale Entscheidungen verändert.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, spricht Moderatorin Stephanie Rohde mit ihren Gästen im "NANO Talk" über Erzählungen einer positiven Zukunft. Viele unserer Vorstellungen über Zukunft erscheinen bedrohlich und angsteinflößend. Ob KI, Robotik, Klimakrise oder Artensterben: Düstere Prognosen können lähmen – und sich im schlimmsten Fall selbst erfüllen. Positive Erzählungen dagegen eröffnen Handlungsspielräume und machen Veränderung denkbar. Dabei zeigt sich: Utopien und Dystopien gehören zusammen. Dystopien benennen Gefahren und Widersprüche – und können gerade dadurch neue Utopien anstoßen. Wie aus Krisenbildern positive Zukunftsentwürfe entstehen, darüber spricht Stephanie Rohde mit ihren Gästen.

 

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Die NANO Doku "Kann Spieltheorie die Welt retten?" steht ab Sonntag, 6. September 2026, 6.00 Uhr In der 3satMediathek zur Verfügung.

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Mainz, 23. Juli 2026
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