In der Tiefe des Meeres wie ein Fisch: Die Speerfischerin Mitsuki auf der Jagd nach Beute.
"DocuMe - Speara" © Honorarfrei - nur für diese Sendung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Johannes Waltermann

Die 3sat-Dokumentarfilmreihe "DocuMe"

Mit sechs Erstausstrahlungen

Die 3sat-Dokumentarfilm-Reihe "DocuMe" hat 2025 die langjährige Reihe "Ab 18!" abgelöst. Sie behält deren thematische Bandbreite und stilistische Vielfalt bei, erweitert aber den Fokus auf Protagonistinnen und Protagonisten aller Altersgruppen. Die kurzen Dokumentarfilme erzählen von Menschen in Veränderungsprozessen, zeichnen sich durch die kreativen Erzählformen des Autorenfilms aus und bieten vor allem jungen Filmschaffenden ein Forum. 

Folgen der Reihe "Ab 18!" sind weiterhin in der 3satMediathek abrufbar. 

Dokumentarfilm
von
Mo 23. Feb
22:25 Uhr
bis
Mo 02. Mär
23:35 Uhr
Erstausstrahlungen

Folgenübersicht:  

Montag, 23. Februar 2026, 22.25 Uhr  

DocuMe – Speara  

Dokumentarfilm von Florian Baron, Deutschland 2025 

Die 26-jährige Mitsuki ist Weltmeisterin im Speerfischen. Die Unterwasserjagd – ohne Atemgerät und mit nur einem Speer bewaffnet – ist für die junge Taucherin, die mit 16 Jahren ihr Heimatland Japan verließ und allein in die USA ging, eine existenzielle Erfahrung. Heute lebt Mitsuki als Köchin und Umweltaktivistin an der Küste Kaliforniens. In den Sozialen Medien postet sie Videos, die zeigen, wie sie selbstgefangene Fische kunstvoll filetiert und zubereitet. Dokumentarfilmer Florian Baron (ausgezeichnet unter anderem für sein Porträt über den Kriegsveteranen "Joe Boots") begleitet sie bei ihrer Jagd und in ihrem Alltag, zeigt faszinierende Unterwasseraufnahmen und rückt mit dem Blick auf Matsukis Lebensführung Fragen der Nachhaltigkeit in den Fokus. 

 

Montag, 23. Februar 2026, 23.10 Uhr  

DocuMe – Rosina. Ein Leben mit Tieren 

Dokumentarfilm von Angelika Herta, Deutschland 2025 

Rosina ist 28 und lebt auf einem Bauernhof in Niedersachsen – ein stiller, unscheinbarer Ort, der für sie zu einem Experimentierraum wird: Während in der Region und auch auf dem Hof ihrer Eltern Tiere konventionell gezüchtet und getötet werden, entscheidet sich Rosina für ein Zusammenleben mit geretteten Kühen, Schweinen, Gänsen und Ziegen. Auf ihrem Social-Media-Kanal können Follower beobachten, wie aus scheinbar kleinen Gesten ein stiller Aufstand gegen eine Normalität wird, in der die Beziehung zwischen Mensch und Tier von Ausbeutung geprägt ist. Filmemacherin Angelika Herta begleitet Rosina durch die Jahreszeiten, zeigt Momente tiefer Verbindung zwischen der jungen Frau und ihren Tieren, aber auch die Schwierigkeiten, die ein ungewöhnlicher Lebensweg mit sich bringt. 

 

Montag, 23. Februar 2026, 23.50 Uhr  

DocuMe – Mama Micra 

Dokumentarfilm von Rebecca Blöcher, Deutschland 2024 

Dokumentarisches Animé in Filz: Filmemacherin Rebecca Blöcher zeichnet das unkonventionelle Leben ihrer Mutter mithilfe einer Filzfigur nach, die – mit der echten Stimme der Mutter aus dem Off – von ihrem starken Drang nach Freiheit erzählt. Diesem Drang war die Mutter gefolgt: Sie gab ihre bürgerliche Existenz für ein Nomadenleben auf und fuhr die letzten zehn Jahre ihres Lebens rastlos mit einem Nissan Micra durch die Welt. Eine weitere Filzfigur im Film ist ein kleiner schwarzer Rabe. Er nähert sich der Freiheitssuche der Mutter – und schafft damit eine liebevolle Umdeutung des Begriffs "Rabenmutter". "Mama Micra" war 2025 sowohl für den Deutschen Kurzfilmpreis als auch für den Preis der International Film Association (IDA) in Los Angeles nominiert. 

 

Montag, 2. März 2026, 22.25 Uhr  

DocuMe – Hello new body, how are you today?

Dokumentarfilm von Laura Kansy, Deutschland 2026 

Filmemacherin Laura Kansy ist mit Anfang 30 an ME/CFS erkrankt, das Kürzel steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom, eine schwere und komplexe neuroimmunologische Krankheit, für die noch kein Mittel zur Heilung bekannt ist. Schätzungen zufolge sind rund 650.000 Menschen in Deutschland von ME/CFS betroffen. Was bedeutet es, nicht zu wissen, ob und wann man wieder gesund sein wird? Wie findet man seinen Platz in dem neuen, nun kranken Körper? Kansys autobiografischer Dokumentarfilm vermittelt in einer Mischform aus Beobachtungen, Elementen eines filmischen Tagebuchs und Animationen, welche Auswirkungen die Krankheit hat – und er hilft der Filmemacherin, sich in der Unfreiheit der Krankheit einen Raum von Freiheit zu erkämpfen. 

 

Montag, 2. März 2026, 22.55 Uhr  

DocuMe – Nikolai  

Dokumentarfilm von Vita Spieß, Deutschland 2025 

Sucht und Straftaten – mit 17 Jahren hatte Nikolai die Wahl zwischen einem Jahr Gefängnis oder Therapie: Er entschied sich für die stationäre Jugendsuchthilfe in Leimbach. Der Film begleitet Nikolai knapp zwei Jahre auf seinem Weg: vom erstem "Clean-Geburtstag", damit ist ein Jahr nüchtern sein gemeint, bis zum Ende der richterlichen Auflagen. Und erzählt von Nikolais Ringen mit Regeln und seinem Kampf mit inneren Dämonen. Die Frankfurter Kamerafrau Vita Spieß begleitete für ihren ersten Film als Regisseurin den inzwischen 20-jährigen Nikolai auf seinem langen und nicht immer einfachen Weg aus der Sucht.

 

Montag, 2. März 2026, 23.35 Uhr  

DocuMe – Alice in Paris  

Dokumentarfilm von Mikhail Barynin, Deutschland 2025 

Künstlerin Alisa Safina kehrt ihrem Heimatland Russland den Rücken, wagt einen Neuanfang und reist mit nur 200 Euro in der Tasche nach Paris. Der ebenfalls aus Russland stammende Filmemacher Mikhail Barynin, Absolvent der renommierten Moscow International Film School, hat sie seit ihrer Ankunft mit der Kamera begleitet. Wie zahlreiche andere russische Künstlerinnen und Kreative versucht Alisa in der französischen Stadt an der Seine, Fuß zu fassen, die schon im 19. Jahrhundert Magnet für unkonventionelle Lebensentwürfe war. Privat findet sie schnell Anschluss, und erstmals in ihrem Leben kann sie ihre Liebe zu Frauen offen zeigen. Doch nicht nur aus finanziellen Gründen verlässt sie schließlich Paris, um mit ihrer Freundin in Marseille ihr Glück zu versuchen. 

 

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Mainz, 08. Januar 2026
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