
3satKulturdoku "Rechtsruck im Silicon Valley"
Warum die kalifornischen Tech-Eliten Trump unterstützen
Das Silicon Valley steht für Freiheit, Kreativität und Fortschritt. Die 3satKulturdoku "Rechtsruck im Silicon Valley" von Cornelius Janzen legt jedoch eine düstere Seite der kalifornischen Tech-Branche offen. Autoritäres und antidemokratisches Denken sind dort kein neues Phänomen, sondern tief verankert. Seit Jahrzehnten prägt der Kult um charismatische Gründer und die Illusion, ihre Technologien könnten die Welt retten, das Denken vieler Tech-Unternehmer. Werte wie Gleichheit und Solidarität weichen Egoismus und der Ideologie grenzenloser Marktfreiheit. Die 3satKulturdoku "Rechtsruck im Silicon Valley. Warum die kalifornischen Tech-Eliten Trump unterstützen" ist am Samstag, 27. Juni 2026, 19.20 Uhr, in 3sat zu sehen und bereits um 10.00 Uhr in der 3satMediathek.
Tech-Milliardäre wie Elon Musk und Peter Thiel propagieren "Disruption" und zielen dabei auch auf den Abbau demokratischer Institutionen. Ihre Vision ist eindeutig: Sie wollen die Demokratie hinter sich lassen. Mit Präsident Donald Trump haben sie einen Verbündeten im Weißen Haus gefunden. Sein Vizepräsident JD Vance hat die Interessen der Tech-Industrie zur Staatsräson gemacht. Die ehemalige Programmiererin Aya Jaff bezeichnet dieses Machtgefüge als "Broligarchie": eine kleine, abgeschottete Elite, die Kapital, Technologie und politischen Einfluss eng verknüpft. Der Historiker Volker Weiß beleuchtet das apokalyptische und messianische Weltbild dieser Elite, die sich als Retterin vor dem Untergang sieht. Der Literaturwissenschaftler und Stanford-Professor Adrian Daub warnt, dass das Denken im Silicon Valley mit faschistischen Ideen vereinbar sei.
Doch wie konnte es so weit kommen? Welche Ideologien verbinden die libertären Tech-Eliten mit Trumps autoritärem Stil? Die Dokumentation "Rechtsruck im Silicon Valley. Warum die kalifornischen Tech-Eliten Trump unterstützen" zeichnet eine politische Kulturgeschichte der Gegenwart und stellt die zentrale Frage: Wie viel Demokratie bleibt, wenn dem Fortschrittsversprechen der Tech-Branche blind gefolgt wird?
19:20 Uhr
Hauptabteilung Kommunikation
ProgrammkommunikationJessica Zobel
zobel.jwhatever@zdf.de
Mainz, 28. April 2026