Sexuelle Eskapaden erschüttern die Königshäuser von Preußen bis Spanien. Schon im 19. Jahrhundert zeigt der berüchtigte "Kotze-Skandal", wie fragil die Fassade monarchischer Moral sein kann. 1891 erschüttern anonyme Briefe den Hof Wilhelms II. Sie beschreiben detailliert Orgien, homosexuelle Kontakte und pikante Ausschweifungen im engsten Umfeld des Kaisers. Mehr als ein Jahrhundert später erlebt das britische Königshaus seinen größten moralischen Erdrutsch seit der Abdankung Edwards VIII. Prinz Andrew gerät durch seine enge Verbindung zu Jeffrey Epstein ins Zentrum eines globalen Skandals. Diese und weitere Fälle in Spanien und Schweden zeigen ein Muster: Machtmissbrauch entsteht dort, wo Strukturen Schweigen fördern, wo Loyalität und Fassade wichtiger sind als Wahrheit und Verantwortung. Können sich Monarchien solche Abgründe in einer modernen Gesellschaft noch leisten – oder verspielen sie damit endgültig ihre Rolle als moralische Instanz?
Im Anschluss, um 21.00 Uhr, beleuchtet die Dokumentation "Sex, Macht und Lügen: Im Sport" Skandale und Geheimnisse im Spitzensport.
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