Mehr als 49.500 Tiere sind vom Aussterben bedroht, die Biodiversität in Gefahr. Zoos, Wissenschaftler und Behörden weltweit wollen nun an einem Strang ziehen, um die Artenvielfalt zu schützen.

© ZDF und James D. Morgan, Grafik: Caroline Marquet.

NANO Doku: "Arten retten im Zoo" und NANO Talk: "Das große Artensterben"

Anlässlich der 17. UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17)

Vom 19. bis 30. Oktober 2026 findet in der armenischen Hauptstadt Jerewan die 17. UN-Biodiversitätskonferenz statt. Im Vorfeld der CBD COP17 rückt NANO das weltweite Artensterben in den Mittelpunkt eines Wissenschaftsabends.

Jede dritte Tierart weltweit ist vom Aussterben bedroht. Naturschutzorganisationen und zoologische Gärten wollen gemeinsam noch erfolgreicher gegen das Artensterben kämpfen. Dabei setzen sie auf neueste wissenschaftliche Methoden – und vernetztes Handeln. Das Ziel: endlich Tiere von der Roten Liste der gefährdeten Arten zu streichen. Den Forschenden geht es vor allem um Arten, die Schlüsselrollen in ihren Ökosystemen spielen. Die NANO Doku "Arten retten im Zoo – Letzte Hoffnung für bedrohte Tiere?" von Michael Gärtner stellt beispielhafte Artenschutzprojekte in Deutschland, der Schweiz, Vietnam und auf den Philippinen vor. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt NANO Talk "Das große Artensterben – wie wir die Vielfalt erhalten können". Das Artensterben zählt zu den größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Denn ohne Vielfalt ist kein Leben auf der Erde möglich – auch nicht für den Menschen.

In der 3satMediathek ist ab Donnerstag, 15. Oktober 2026 außerdem die dreiteilige NANO Doku-Reihe "Last One Living" zum Thema Artensterben abrufbar.

Folge 1: Die Rückkehr des persischen Leoparden

Folge 2: Rettung für die Sewan-Forelle

Folge 3: Die letzten Kraniche Armeniens

NANO
Do 15. Okt
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Mehr als 49.500 Tierarten sind vom Aussterben bedroht, die Biodiversität ist in Gefahr. Zoos, Wissenschaftler und Behörden wollen nun an einem Strang ziehen, um die Artenvielfalt zu schützen. Die Rote Liste der gefährdeten Tiere wächst von Jahr zu Jahr. Mit der Initiative "Reverse the Red" will die Weltnaturschutzorganisation IUCN Maßnahmen in Zoos und im Freiland koordinieren und so das Verschwinden der Tiere stoppen. Die Aktivitäten zum Schutz der Lebensräume in den Heimatländern der bedrohten Arten sollen dabei eng mit Nachzuchtprogrammen in wissenschaftlich geführten Tiergärten synchronisiert werden. Bislang arbeiteten Naturschutz und Zoologen meist nebeneinander. Die Folge: Arten sterben aus, bevor man die Ökosysteme retten kann, in denen sie vorkommen – oder Zoos züchten Arten, deren natürliche Lebensräume längst zerstört sind.

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt NANO Talk: "Das große Artensterben – wie wir die Vielfalt erhalten können". Versiegelung von Flächen, intensive Landwirtschaft, Umweltgifte und der Klimawandel zerstören Ökosysteme. Doch Biodiversität braucht intakte Lebensräume. Sie ist kein Luxus, sondern die kritische Infrastruktur unseres Planeten. Doch die Zerstörung geht weiter. Nach Einschätzung des Weltbiodiversitätsrats IPBES ist der Biodiversitätsverlust damit längst nicht mehr nur ein Naturschutzproblem, sondern ein systemisches Risiko für Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen und Volkswirtschaften sind von Leistungen der Natur abhängig, etwa von Wasserverfügbarkeit, fruchtbaren Böden, Rohstoffen oder Hochwasserschutz. Nur intakte Ökosysteme liefern sauberes Wasser, saubere Luft und tragen zur Regulierung von Krankheiten bei. Besonders wichtig ist die Vielfalt der Mikroorganismen im Boden. Bakterien, Pilze und andere Bodenlebewesen bauen organisches Material ab, stellen Nährstoffe bereit, speichern Kohlenstoff und ermöglichen Pflanzenwachstum. Wenn diese unsichtbare Biodiversität verloren geht, sinken Bodenfruchtbarkeit, Ernteerträge und die Widerstandsfähigkeit ganzer Ökosysteme. Welche Möglichkeiten hat die Wissenschaft, den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten? Über diese und weitere Fragen diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen: der Biologin Aletta Bonn, Leiterin des Departments Biodiversität und Mensch am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ und Professorin für Ökosystemleistungen an der Universität Jena/Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung, Halle-Jena-Leipzig, dem Physiker und Mathematiker Dirk Brockmann, Professor für Biologie komplexer Systeme und Direktor des Zentrums Synergy of Systems an der TU Dresden, sowie dem Biologen und Chemiker Tobias Erb, Direktor des Max-Planck-Instituts für Terrestrische Mikrobiologie in Marburg.

 

Die NANO Doku steht ab Sonntag, 11. Oktober 2026 in der 3satMediathek zur Verfügung.

Hier geht es zu den Themen von NANO Doku und NANO Talk in der 3satMediathek. 

Einen Bilderlink finden Sie hier.

Den downloadbaren Trailer (nach Login) finden Sie hier.

 

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Mainz, 21. August 2026
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