
Verlorene Heilkraft – Europas fatale Penicillin-Abhängigkeit
Wie unsicher ist die Zukunft für die moderne europäische Medizin?
Penicillin ist auch 100 Jahre nach seiner Entdeckung das wichtigste Antibiotikum der modernen Medizin. Es wird bei Operationen sowie Krebs- und Infektionsbehandlungen eingesetzt. Das medizinische Wundermittel ist eine genuin europäische Erfindung und Entwicklung. Durch die Globalisierung droht es nun der "Alten Welt" verloren zu gehen. Ohne asiatische Lieferungen könnte ein großer Teil der modernen Heilkunst in Europa unmöglich werden.
20:15 Uhr
Penicillin und die daraus entwickelten Antibiotika zählen neben Hygiene und Impfungen zu den größten medizinischen Fortschritten. Sie ermöglichen moderne Operationen, Krebsbehandlungen und die wirksame Bekämpfung lebensbedrohlicher Infektionen. Doch diese medizinische Stärke ist bedroht: Der leichtfertige Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin und Tiermast fördert Resistenzen. Gleichzeitig hat Europa, einst Zentrum der Penicillin-Forschung, seine Produktion weitgehend verloren. Nur noch im Tiroler Kundl gibt es eine europäische Produktionsstätte, die Penicillin ohne vollständige Abhängigkeit von asiatischen Lieferketten herstellen kann – ein Standort, der bereits politisch gestützt werden musste. Christian Kuglers Film verbindet die Geschichte des Penicillins – von Alexander Fleming bis zu den frühen Forschungen Theodor Billroths – mit der Frage, ob Europa die Kontrolle über eine seiner wichtigsten medizinischen Waffen verliert.
Die Dokumentation steht ab Ausstrahlung drei Monate in der 3satMediathek zur Verfügung.
Einen Bilderlink finden Sie hier.
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Mainz, 21. August 2026