Hazaribagh ist das Zentrum der Lederindustrie in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Hier gibt es mehr als 200 Gerbereien. Die hochgiftigen Abwässer werden ungefiltert in den Fluss geleitet ® ZDF/Time-lapse & Stills Photography/David McIlvride

Vergiftete Flüsse

Die schmutzigen Geheimnisse der Textilindustrie

Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung stammt aus Asien, besonders aus China, Bangladesch und Indien: Billiglohnländer, in denen Arbeits- und Umweltschutz meist nur auf dem Papier stehen. Die Dokumentation „Vergiftete Flüsse“ am Mittwoch, 27. März, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung, zeigt das Ausmaß der Umweltverschmutzung, die durch die Textilindustrie entsteht. Filmemacher David McIlvride begleitet unter anderem Umweltaktivist Mark Angelo, der drei Jahre lang die Welt bereiste und die verheerenden Auswirkungen der Modebranche auf Flüsse festhielt.

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Mi 27. Mär
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

Ungefiltert und ungereinigt in Gewässer geleitete giftige Gerbschlämme und Färbereirückstände verseuchen in den asiatischen Produktionsländern das Wasser. Millionen Menschen steht deshalb kein sauberes Wasser mehr zur Verfügung. Hautausschläge, Durchfallerkrankungen, der Verlust des Geruchssinns und Krebsleiden belasten die Menschen. Die größten Kunden der Fabriken sind amerikanische und europäische Modegiganten: Für die Hersteller von Billigtextilien und exklusiver Kleidung, aber auch für den Verbraucher zählt nur der Preis. Dabei gibt es bereits saubere Produktionstechnologien - sie müssten eingefordert und bezahlt werden.

 

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ZDF
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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 07. März 2019
Sendetermin
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