Zwei Reporterinnen von Temps Present reisten nach Syrien auf der Suche nach Schweizer Bürgern. Frauen und Jugendliche berichten über das Leben im Kalifat (c) © ZDF und SRF/RTS/capture écran

"Die Verlierer des Islamischen Staates" - Vier Dokus und ein Fernsehfilm zum Thema

Mit einer Erstausstrahlung

Was wurde aus den Schweizer IS-Anhängern, die sich teils mit ihren Frauen und Kindern dem selbst ernannten "Islamischen Staat" angeschlossen haben? Viele werden vermisst und von ihren Familien verzweifelt gesucht. Gibt es überhaupt noch Hoffnung auf ein Wiedersehen? Zwei Reporterinnen von Temps Present reisten nach Syrien auf der Suche nach ihnen. In bislang unveröffentlichten Berichten erzählen Männer, Frauen und Jugendliche über das Leben im Kalifat. Diese Zeugen gehören zu den 11 000 ausländischen Kämpfern mit Frauen und Kindern, die mittlerweile in Gefängnissen und Lagern der Kurden im Nordosten Syriens inhaftiert wurden. Während ihre Familien und lokale Behörden dringlich ihre Rückführung fordern, schließen europäische Staaten, so auch die Schweiz, die Augen vor der aktuellen Situation.

 

Der Film von Anne-Frédérique Widmann und Marie-Laure Widmer Baggiolini berichtet über "Die Verlierer des Islamischen Staates" am Dienstag, 28. April,  um 22.55 Uhr. Bereits um 20.15 Uhr zeigt 3sat den Fernsehfilm "Saat des Terrors". Am Mittwoch, 29. April, 20.15 Uhr, erzählt die Dokumentation "Leonora", wie ein Vater seine Tochter an den IS verlor. Im Anschluss, um 21.15 Uhr, berichten Joanna Michna, Candan Six-Sasmaz und Andreas Lünser über "Gefährliche Rückkehrer - IS-Kämpfer in Deutschland". Und am  Donnerstag, 30. April, 22.55 Uhr, sind Philippe Sands und David Evans in ihrer Dokumentation "Sklavinnen des IS" auf der Suche nach Gerechtigkeit.

Gesellschaft
Di 28. Apr
22:55 Uhr
mit einer Erstausstrahlung

Dienstag, 28. April, 20.15 Uhr

Saat des Terrors

Fernsehfilm, Deutschland 2018

Regie: Daniel Harrich

Die deutsche Geheimagentin Jana Wagner (Christiane Paul) erfährt während ihres Auslandseinsatzes in Pakistan von geplanten Anschlägen auf Zivilisten. Sie unternimmt alles, um die Anschläge zu vereiteln. Dabei muss sie erleben, dass ihr Einsatz auf unterschiedlichen Ebenen konterkariert wird. Ein Kampf gegen die Zeit nimmt seinen unheilvollen Lauf. Ein investigativer Politthriller über die Rolle der Geheimdienste bei der Globalisierung des Terrors.

 

Dienstag, 28. April, 22.25 Uhr

Die Verlierer des Islamischen Staates

Film von Anne-Frédérique Widmann und Marie-Laure Widmer Baggiolini

Erstausstrahlung

Was wurde aus den Schweizer IS-Anhängern, die sich teils mit ihren Frauen und Kindern dem selbst ernannten "Islamischen Staat" angeschlossen haben? Viele werden vermisst und von ihren Familien verzweifelt gesucht. Gibt es überhaupt noch Hoffnung auf ein Wiedersehen? Zwei Reporterinnen von Temps Present reisten nach Syrien auf der Suche nach ihnen. In bislang unveröffentlichten Berichten erzählen Männer, Frauen und Jugendliche über das Leben im Kalifat. Diese Zeugen gehören zu den 11 000 ausländischen Kämpfern mit Frauen und Kindern, die mittlerweile in Gefängnissen und Lagern der Kurden im Nordosten Syriens inhaftiert wurden. Während ihre Familien und lokale Behörden dringlich ihre Rückführung fordern, schließen europäische Staaten, so auch die Schweiz, die Augen vor der aktuellen Situation.

 

Mittwoch, 29. April, 20.15 Uhr

Leonora - Wie ein Vater seine Tochter an den IS verlor

Film von Volkmar Kabisch, Britta von der Heide

Ein Vater kämpft verzweifelt um seine Tochter, die sich der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien angeschlossen hat. Vier Jahre lang begleitet ein Fernsehteam den Vater. "Dein eigenes Kind geht lieber zu Terroristen, als bei dir zu sein - und findet das auch noch cool. Das zieht dir so den Boden unter den Füßen weg!" Als Maik Messings Tochter Leonora 2015 plötzlich verschwunden ist, ändert sich alles für den Vater aus Sachsen-Anhalt. Vier Jahre lang weiß Maik Messing nicht, ob seine Tochter Leonora überleben wird. Vier Jahre lang begleiten Reporter den Vater, während er, der einfache Bäcker aus der Provinz, syrische Schleuser trifft, mit Terroristen verhandelt und gleichzeitig versucht, in Deutschland weiter ein normales Leben zu führen. Der Film wirft ein Licht auf das Innenleben des Islamischen Staates. Manchmal brutal, manchmal aus der blauäugig-verschobenen Perspektive der Teenagerin Leonora, die auch mal mitten im umkämpften Rakka Helene Fischer hört.

 

Mittwoch, 29. April, 21.15 Uhr

Gefährliche Rückkehrer - IS-Kämpfer in Deutschland

Film von Joanna Michna, Candan Six-Sasmaz und Andreas Lünser

Der sogenannte Islamische Staat ist geschlagen. Ehemalige Kämpfer kehren in ihre Heimat zurück – auch nach Deutschland. Eine Dokumentation über die gefährlichen Rückkehrer des IS. Was bedeutet es für deutsche IS-Rückkehrer, wenn sie realisieren müssen, dass ihr Traum von der vermeintlich "islamischen Weltrevolution", für den sie einst ihre Heimat verlassen haben, zerplatzt ist? Sind sie ein unkontrollierbares Terrorpotenzial? Was bedeutet es für die deutsche Gesellschaft und die Sicherheitsbehörden, diese deutschen Staatsbürger wieder in der Bundesrepublik aufzunehmen? Und was passiert mit den deutschen Staatsbürgern, die sich gegenwärtig noch im Irak und in Syrien befinden - Männer, Frauen und Kinder, die nach dem Zusammenbruch des "Kalifats" in Camps und Gefängnissen sitzen?

 

Donnerstag, 30. April, 22.55 Uhr

Sklavinnen des IS - Suche nach Gerechtigkeit

Film von Philippe Sands und David Evans

Wird sich der Islamische Staat jemals für die unfassbaren Verbrechen, die er im Nordirak und Syrien begangen hat, vor Gericht verantworten müssen? Dieser Frage geht der Film anhand des Schicksals zweier jesidischer Frauen nach. Shirin und Lewiza waren vom IS verschleppt, verkauft und über Monate vergewaltigt worden. Nach ihrer Flucht wurden sie in ein Rettungsprogramm für misshandelte Jesidinnen aufgenommen.

 

Fotos zu allen Sendungen finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 08. April 2020
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