Ein Grauwolf beim Fressen © ZDF/ORF/Posch TV/Merzeder

Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern

Ein Film von Waltraud Paschinger

Dokumentation
Mo 25. Mär
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

Bis zu 2000 Menschen pro Tag sorgen im Sommer für Trubel im steirischen Alpentierpark in Mautern. Doch im Winter kehrt Ruhe ein. Bären schlafen in Heu-Nestern, weiße Wölfe spielen im Schnee. Für ihren Film besucht Waltraud Paschinger ein Jahr lang den "Wilden Berg", wo so manches wilde Tier ungewöhnlich zahm ist.

 

Zahm sind viele wilde Tiere hier, da sie oftmals Findelkinder sind und von Hand aufgezogen werden. Noch blind und gerade einmal handgroß sind die drei jungen Füchse, die während der Dreharbeiten vom Tierpark aufgenommen werden. Ein 24-Stunden-Job für Sonja Gollenz. Sie ist die biologische Leiterin des Wildparks, packt jeden Morgen beim Füttern mit an und ist bei Bedarf Mutterersatz für so manche Neuankömmlinge. Waschbären, Ziegen, Esel - viele der Tiere des Parks waren Sonjas Flaschenkinder. Besonders spannend ist der Tag, an dem der Nachwuchs erstmals zur Füchsin "Foxi", der Hausherrin, ins Gehege kommt. Bereits legendär ist Buzzi, der Gänsegeier. Er betrachtet Menschen als Mitglieder seiner Geierkolonie, hat keine Scheu vor ihnen und besucht gelegentlich das nahe gelegene Schwimmbad oder ein Grillfest. Und Fritzi, der Grauwolf, hielt 2015 für einige Wochen die Presse und die Umgebung des Tierparks in Atem. Damals war Fritzi ausgebüxt und konnte seinen Jägern für kurze Zeit immer wieder geschickt entkommen. Neben den wilden Alpentieren beherbergt der "Kinderbauernhof" alte Haustierrassen wie die gefleckten Turopolje-Schweine, Kaninchen oder Meerschweinchen. Und einige Ziegen laufen frei durch das Parkgelände und holen sich Futter und Streicheleinheiten bei den Gästen ab.

 

Die österreichische Dokumentation Unter Wölfen, Bären und Geiern - Ein Jahr im Wildpark Mautern begleitet einen Sommer lang den Trubel und ist schließlich dabei, wenn es Herbst und der Tierpark für Besucher geschlossen wird. Die schneereichen Winter lassen einen Ganzjahresbetrieb nicht zu. Selbst einige Tiere wie Jaks, Hirschkühe und Hirsche werden Ende Oktober ins Tal getrieben. Jedes Jahr aufs Neue bedeutet dieser Tag Anspannung für das Tierpfleger-Team. Sind die Gatter geöffnet, legen die mächtigen Hirsche in nur wenigen Sekunden die 300 Höhenmeter über die steile Bergflanke zurück. Mit den ersten Schneefällen wird es ruhig am Berg. Die Tiere sind vorsichtiger, bleiben eher in Deckung, und man muss lange suchen, um einen der weißen Polarwölfe im tief verschneiten Terrain zu entdecken. In der kalten Jahreszeit schalten die Tiere auf Reserve, keine Bewegung zu viel, vor allem bei den Braunbären ist Energiesparen angesagt. Sie liegen zusammengerollt in ihren warmen Heu-Nestern und schlafen fünf Monate, ohne zu fressen und zu trinken. Eine Zeit, in der das Filmteam den sonst so flinken Raubtieren ganz nahe kommen konnte. Mit dem Frühling kehrt wieder Leben in das Gehege ein: Bären rangeln, um ihre Hierarchien neu zu ordnen, Jungtiere kommen zur Welt, und das Training für die Flug-Show beginnt.

 

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ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 13. März 2019