Die Literaturrunde der "Buchzeit": Sandra Kegel, Gert Scobel, Katrin Schumacher und Barbara Vinken (v.l.n.r.) © ZDF/Ralph Orlowski (C) ZDF und Ralph Orlowski

Buchzeit

Talkrunde über literarische Neuerscheinungen des Bücherfrühlings mit Gert Scobel und seinen drei Mitstreiterinnen

Am 21. März öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Tore. Bis zum 24. März stellen dann Verlage ihre Frühjahrsproduktionen vor, die Jagd nach den herausragenden Büchern der Saison ist eröffnet. 3sat-"Buchzeit" hat schon mal vorsortiert. Am Sonntag, 17. März, 18.00 Uhr, in Erstausstrahlung.

Literatur
So 17. Mär
18:00 Uhr
Erstausstrahlung

Im Lokal Oosten im Frankfurter Osthafen diskutieren Barbara Vinken, Sandra Kegel, Katrin Schumacher und Gert Scobel über ausgewählte Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt und geben persönliche Lesetipps.

Am 6. März 2019 wird der Schriftsteller Günter Kunert 90 Jahre alt. Anlass, ein 45 Jahre altes Manuskript, das der Autor zufällig in einer Truhe wiederfand, zu veröffentlichen. "Die zweite Frau" ist ein Roman, der zu DDR-Zeiten nie hätte erscheinen können, wo er damals lebte. Ein Mann sucht nach einem Geschenk für den 40. Geburtstag seiner Frau. Im Intershop ist das Angebot natürlich attraktiver, doch gerade hier entschlüpfen ihm unbedachte politische Bemerkungen. Eine politische Tragikomödie.

Eine reife Schriftstellerin findet Tagebuchaufzeichnungen aus ihrer Jugend. Als junge Frau war sie nach New York gegangen, um dort an ihrem ersten Roman zu arbeiten. Durch die Wände ihres billigen Apartments hört sie täglich das Wehklagen einer Frau mit an. Eines Tages hört sie Berichte über Misshandlung, Kindstod und Mord. Siri Hustvedt hat mit "Damals" einen Roman über ein Verbrechen geschrieben, aber auch über das Wechselspiel von Fiktion und Wirklichkeit und die Wirkkraft der Zeit.

Jiří Hájíček ist einer der großen Autoren Tschechiens, dem diesjährigen Gastland der Leipziger Buchmesse. Der Protagonist in seinem Roman "Der Regenstab" ist ein Mann mittleren Alters aus der Stadt, der von Stress und Schlaflosigkeit geplagt wird. Ruhe sucht er in seinem Heimatdorf auf dem Land. Doch was er dort findet, ist alles andere als ein Idyll. Nicht nur, dass eine frühere Geliebte ihn bedrängt, er wird auch mit krummen Geschäften im Ort konfrontiert.

Victor Pouchet ist mit seinem Roman "Warum die Vögel sterben" in Frankreich das Debüt des Jahres gelungen. In der Normandie regnet es tote Vögel vom Himmel, in Paris nimmt davon kaum einer Notiz. Nur ein junger, promotionsmüder Student will herausfinden, was in seiner Heimat vor sich geht. Auf einem Vergnügungsschiff auf der Seine beginnt er seine Reise, die sein Leben verändern wird.

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Marion Leibrecht
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Mainz, 05. Februar 2019
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