Auch Zürich hat Potential zur Verdichtung © 	ZDF/SRF/Ican Films GmbH

Die Gentrifizierung bin ich - Beichte eines Finsterlings

Dokumentarfilm von Thomas Haemmerli, Schweiz 2017

Aufgewachsen am Zürichberg, als Jugendlicher Hausbesetzer und jetzt Besitzer mehrerer Zweitwohnungen: Filmemacher Thomas Haemmerli setzt sich in seinem Dokumentarfilm "Die Gentrifizierung bin ich – Beichte eines Finsterlings" (Schweiz 2017) humorvoll mit der Gentrifizierung auseinander. 3sat zeigt den Film am Montag, 16. September, um 22.25 Uhr in deutscher Erstausstrahlung.

3satDokumentarfilmzeit
Mo 16. Sep
22:25 Uhr

Regisseur Thomas Haemmerli („Sieben Mulden und eine Leiche“) macht sich lustig. Über alles und jeden. Über die Linken, die alles bewahren wollen und sich vor Fortschritt fürchten. Über die Rechten, die jammern, der Fremde nehme ihnen Wohnung, Arbeit und den letzten Eisenbahn-Sitzplatz weg. Der Essay streitet für dichte, vertikal gebaute Städte und erklärt die 20-Millionen-Metropole São Paulo zum Vorbild für die Schweiz. Er folgt der Wohnvita des Autors, der früher besetzte und heute – im Trendquartier – besitzt, der weltweit Wohnungen sammelt und sich damit selbst zum Gentrifizierungsschurken macht. Haemmerli entführt in Weltmetropolen wie Tiflis, São Paulo und Mexiko-Stadt. Und er untersucht, warum in den Schweizer Städten Wohnungen so teuer sind, obwohl überall Baukräne stehen. Ohne die Moralkeule zu schwingen fragt er, warum allerorten renoviert wird und die Mieterschaft plötzlich auf der Straße steht. Ein rasant geschnittener, innovativ gestalteter Film – humorvoll, selbstironisch, provokant.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 19. August 2019
Sendetermine
Das könnte Sie auch interessieren