Regelmäßig vermessen Forscher der Humboldt Universität Berlin den schmelzenden Grey Gletscher in den südamerikanischen Alpen, um Daten für den globalen Klimawandel zu gewinnen.
(c) ZDF/Christopher Gerisch

Die Weltvermesser

"Wissenschaft am Donnerstag" mit Dokumentation und "scobel - Wissenschaft und Wahrheit"

Forscher vermessen weltweit unseren Planeten so genau wie möglich. Sie erfassen mit Hightech-Instrumenten jeden Winkel der Erdoberfläche und der Tiefsee. Die Dokumentation „Die Weltvermesser“ von Christopher Gerisch, um 20.15 Uhr,  ist bei Expeditionen dabei und gibt Einblicke, wie sich frühe Gelehrte ein genaues Bild der Erde machten. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von „Wissenschaft am Donnerstag“ die Sendung „scobel – Wissenschaft und Wahrheit“. Erstausstrahlungen.

Wissenschaft am Donnerstag
Do 11. Apr
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Seit jeher haben die Menschen versucht, sich auf der Erde zu orientieren. Anfangs nutzten sie die Sterne zur Navigation, heute geben Satelliten Orientierung. Und zu allen Zeiten strebten Wissenschaftler nach exakten Daten. Damals wie heute gilt: Wissen ist Macht, und wer exakte Daten über die Erde besitzt, hat einen großen Vorteil. Das internationale Konsortium Airbus Defence and Space finanziert beispielsweise das TanDEM-X-Projekt mit, das mittels Radarwellen zweier Erdbeobachtungssatelliten eine dreidimensionale Karte der Erdoberfläche erstellt. Damit hat es auch das Recht, die Datensätze an Flughafenplaner, Straßenbauer und Vermessungsämter zu verkaufen. Die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt hingegen konzentrieren sich bei der Datenanalyse auf Veränderungen von Gletschern, Waldgebieten und Vulkanen. Sie ziehen daraus Rückschlüsse, wie sich unser Planet – oft auch menschengemacht – verändert. Doch anders als zur Zeit der frühen Gelehrten und Vermesser wie Claudius Ptolemäus, Gerhard Mercator oder Alexander von Humboldt wird das Sammeln von Daten heute jedoch nicht mehr ausschließlich positiv gewertet: Moderne Wissenschaftler unternehmen stets eine Gratwanderung zwischen dem Drang, immer mehr Daten zu erheben, und dem zunehmenden Wunsch der Menschen, möglichst wenige persönliche Informationen preiszugeben. Die Dokumentation „Die Weltvermesser“ von Christopher Gerisch, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung, begleitet aktuelle Expeditionen und erklärt, wie sich herausragende Gelehrte schon sehr früh ein genaues Bild der Erde machten. "nano"-Moderator Ingolf Baur führt durch den Film.

 

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt im Rahmen von „Wissenschaft am Donnerstag“ die Sendung „scobel – Wissenschaft und Wahrheit“ (Erstausstrahlung). Wissenschaft hat Grenzen und bildet die Wirklichkeit nur unvollständig ab. Das schafft Raum für Interpretation. Nicht erst seit der Diskussion um Stickoxid-Grenzwerte, bei der 107 Fachärzte eine Stellungnahme wegen vermeintlich zu strenger Grenzwerte abkanzelten, gerät der Glaube an die Wissenschaft ins Wanken. Was ist Wissenschaft: unverrückbar - oder Auslegungssache? Wissenschaftler stehen zunehmend unter Druck, wissenschaftliche Erkenntnisse werden politisch instrumentalisiert, zahlreiche Studien als erfunden oder frisiert entlarvt. Doch auch wenn Fälschung ausgeschlossen werden kann, müssen Methodik und die Theorien der Evidenz infrage gestellt werden. Zu jeder Zeit gab es wissenschaftliche Aussagen, deren Wahrheit zu Unrecht bestritten wurde, oder wahre Aussagen, die lange umstritten waren – wie die von Einstein postulierte Existenz von Gravitationswellen. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen über die Zukunft der Wissenschaften.

 

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet eine Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

 

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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 28. Februar 2019
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