In Tansania fehlt für anfallendes Plastik ein funktionierendes Recycling-System © ZDF/Christophe Barreyre

Die Plastik-Invasion – Coca-Cola und der vermüllte Planet

Dokumentation von Sandrine Rigaud

Jede Sekunde werden weltweit zehn Tonnen Kunststoff produziert, davon landet ein Zehntel früher oder später in den Ozeanen. 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastikflaschen verkauft, verspricht bis 2030 eine "Welt ohne Verschwendung". Filmemacherin Sandrine Rigaud sucht in der Dokumentation "Die Plastik-Invasion - Coca-Cola und der vermüllte Planet" am Mittwoch, 27. März, um 21.00 Uhr in Erstausstrahlung, nach der Wahrheit hinter diesem Vorsatz.

Wissen
Wissenschaft
Mi 27. Mär
21:00 Uhr
Erstausstrahlung

In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens in Atlanta, ist das Coca-Cola-Logo überall zu finden: auf Bussen, auf Wänden, auf Spielplätzen. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen. Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmäßig. Angesprochen auf das Dilemma, wiegelt Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, ab: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.

 

Fotos finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 07. März 2019
Sendetermin
Das könnte Sie auch interessieren