Törtchen mit Zuckergussverzierung in Form unterschiedlicher Vagina-Variationen (c) ZDF und Moritz Bauer

"Wissen hoch 2" über die Geheimnisse des weiblichen Genitals

Mit der Wissenschaftsdokumentation "Vulva und Vagina - Neue Einblicke in die weibliche Lust" und "scobel - Vulva: Lust und Tabus"

Lange Zeit war das weibliche Genital mit großer Scham behaftet und ein unerforschtes Terrain. Unkenntnis und Unbehagen wirken sich auch auf die Sexualität aus. "Wissen hoch 2" beschäftigt sich am Donnerstag, 2. April 2020, mit dem weiblichen Genital: Um 20.15 Uhr zeigt 3sat die Wissenschaftsdokumentation "Vulva und Vagina - Neue Einblicke in die weibliche Lust" von Denise Dismer in Erstausstrahlung. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, folgt die Live-Sendung "scobel – Vulva: Lust und Tabus".  

Wissen hoch 2
ab
Do 14. Mai
20:15 Uhr
Live/Erstausstrahlung

Im Kantonsspital Luzern ist die bisher größte Vulva-Studie der Welt durchgeführt worden: Ein Team von fünf Ärzten hat dort die Genitalien von 657 Frauen vermessen; die Unterschiede waren enorm. Der komplexe anatomische Aufbau der weiblichen Geschlechtsteile ist ein besonderes Privileg der Frau: In der Spitze der Klitoris laufen genau wie in der Eichel des Penis etwa 8.000 sensorische Nervenendigungen zusammen. Die Dichte dieser Rezeptoren ist bei der Frau 50 mal höher, so dass die Klitoris weitaus empfindsamer ist als der Penis. Wo genau entsteht das Vergnügen? Ist der Bereich innerhalb der Vagina oder außerhalb an der Klitoris das eigentliche orgastische Zentrum? Die Wissenschaftsdokumentation "Vulva und Vagina - Neue Einblicke in die weibliche Lust" von Denise Dismer klärt darüber auf, was man über das weibliche Genital wissen sollte. 

Im Anschluss, um 21.00 Ihr, folgt bei "Wissen hoch 2" die Sendung "scobel – Vulva: Lust und Tabu". Während in anderen Teilen der Welt Frauen zur Beschneidung gezwungen werden, legen sich in Industrienationen immer mehr Frauen freiwillig unters Messer. Allein in Deutschland lassen sich jedes Jahr rund 7000 Frauen an der Vulva oder Vagina operieren, Tendenz steigend. Viele wollen ihren Intimbereich optimieren, weil sie fürchten, anders als die meisten anderen auszusehen. Selbst im Innern des Körpers wird nachgebessert; die Vagina soll enger, straffer sein. Bis heute haben sich historische Diffamierungen der weiblichen Geschlechtsorgane gehalten – mit gravierenden Auswirkungen auf die weibliche Selbstbestimmung und Sexualität. Gert Scobel diskutiert mit  Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning, Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu M. Sanyal und Gynäkologin Sheila de Liz darüber, was die steigende Anzahl von Intim-Operationen über das Verhältnis der operierten Frauen zu ihrem eigenen Körper aussagt und worin die Gründe des Trends liegen. Was ist mit der Fähigkeit zur Lust am Sex, wenn der eigene Körper als fremd empfunden wird? Welche Möglichkeiten gibt es, Frauen mit ihren Körpern vertrauter werden zu lassen?

 

In 3sat steht mit "Wissen hoch 2" der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um 20.15 Uhr beleuchtet die Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Und im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

 

Die Dokumentation ist ab Sendedatum 5 Jahre in der 3sat-Mediathek abrufbar.

 

Fotos finden Sie hier

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 11. Februar 2020