Hütte mit Flagge © ZDF/SRF

"Warum ist die Schweiz so reich?" Ein Film von Roger Brunner und Dave Leins

Und im Anschluss um 21.05 Uhr zeigt 3sat die Doku "Die Schere – Der Graben zwischen Arm und Reich"

Es geht um Pillen aus Basel, um Schließfächer in Zürich, um Textil aus St. Gallen und um Briefkästen - und nicht zuletzt das Geheimnis der "Blauen Banane". Der Film "Warum ist die Schweiz so reich?" von Roger Brunner und Dave Leins am Mittwoch, 3. März, um 20.15 Uhr fragt nach und beleuchtet über 500 Jahre Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Eine Erstausstrahlung. Im Anschluss um 21.05 Uhr geht es mit "Die Schere – Der Graben zwischen Arm und Reich" weiter. In ihrer Dokumentation gehen Adrian Winkler und Laurin Merz  dem Thema Ungleichheit auf den Grund und sie wagen eine erste Prognose, wie sich die Corona-Krise auf die Einkommens- und Vermögensschere auswirkt.

Gesellschaft
Mi 03. Mär
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

Die Schweiz ist das reichste Land der Welt. Je nach Berechnungsart rangiert sie zumindest unter den Top 10 - sowohl beim Durchschnittseinkommen als auch beim Durchschnittsvermögen. Weshalb ist ausgerechnet das rohstoffarme Alpenland so wohlhabend wie kaum ein anderes Land dieser Welt?

Der Film "Warum ist die Schweiz so reich?" von Roger Brunner und Dave Leins geht der Frage analytisch nach und beleuchtet über 500 Jahre Schweizer Wirtschaftsgeschichte. Fragt man auf den Straßen des nördlichen Nachbarn nach, warum die Schweiz so reich ist, sind die Antworten schnell zur Hand: "Nazigold und Bankgeheimnis haben die Eidgenossen reich gemacht." Nicht ohne Neid nimmt man in Deutschland wahr, dass das Durchschnittseinkommen in der Schweiz um ein Vielfaches höher ist als das in Deutschland. Durchschnittlich verdienen deutsche Angestellte 3535 Euro brutto im Monat, bei den Schweizern sind es 6655 Euro. Ein frappanter Unterschied. Aber es lohnt sich - wie so oft - genauer hinzuschauen. Der Film spannt einen Bogen vom 15. Jahrhundert und dem Söldnertum über den Beginn des 19. Jahrhunderts, als in der Schweiz Menschen an Hunger starben und Hunderttausende gezwungen waren, auszuwandern, bis in die Jetztzeit, in der auch die Alpenrepublik versucht, mit der Digitalisierung Schritt zu halten. Neben ausgewiesenen Expertinnen und Experten kommen auch ganz "normale" Bürger*innen zu Wort. Dabei räumt der Film mit Klischees auf und zeigt, welche Stereotype viel mit der Wahrheit zu tun haben. Es geht um Pillen aus Basel, um Schließfächer aus Zürich und um Textil aus St. Gallen. Briefkästen spielen eine Rolle - und nicht zuletzt das Geheimnis der "Blauen Banane".

 

Im Anschluss um 21.05 Uhr folgt die Dokumentation "Die Schere – Der Graben zwischen Arm und Reich" von Adrian Winkler und Laurin Merz.Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt, aber auch hier wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer grösser. Die Corona Pandemie hat diesen Effekt noch verstärkt. Laut dem Global Wealth Report der Allianz ist die Schweiz das reichste Land der Erde – aber was bedeutet das konkret? Sind alle Schweizer vermögend oder öffnet sich auch hierzulande die Einkommens- und Vermögensschere zwischen den wenigen Superreichen und dem Rest der Bevölkerung? Gilt auch bei uns der globale Trend, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, wie es der französische Ökonom Thomas Piketty nachwies? Kämpft auch der Schweizer Mittelstand immer mehr darum, wirtschaftlich nicht abzurutschen? Und ist es heute überhaupt noch möglich, Reichtum durch Arbeit zu erwirtschaften? Der Film «Die Schere» geht diesen Fragen nach. Die Autoren treffen die alleinerziehende Mutter Sonja Oberer und ihre drei Söhne, welche von einem kleinen Einkommen am Existenzminimum leben. Sie begleiten den Unternehmer Hermann Hess, laut Bilanz einer der 300 Reichsten im Land, und zeigen auf, wie er zu seinem Reichtum kam und was er damit macht. Die junge Familie Schneider-Riehle hingegen ist auf der Suche nach einem bezahlbaren Haus. In der jetzigen Zeit ein schier unmögliches Unterfangen, obwohl beide Eltern gutverdienende Akademiker sind und zum Mittelstand zählen. Führende ForscherInnen und ExpertInnen erläutern das Thema Ungleichheit und liefern anschauliche Zahlen und Hintergründe. Und sie wagen eine erste Prognose, wie sich die Corona-Krise auf die Einkommens- und Vermögensschere auswirkt.

 

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3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 26. Januar 2021
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