Ulrike Ottinger posiert vor ihrem Bild von Allen Ginsberg 1965 (c) ZDF/Ulrike Ottinger

3satDokumentarfilmzeit mit "Paris Calligrammes" zum 80. Geburtstag von Ulrike Ottinger im Juni

Montag, 13. Juni 2022, 22.25 Uhr

"Paris Calligrammes"

Dokumentarfilm, Deutschland 2019

Regie: Ulrike Ottinger

"Ich war 20 Jahre jung und mit dem festen Ziel nach Paris gekommen, eine große Künstlerin zu werden": Ulrike Ottinger erinnert sich an ihre Anfänge in den bewegten 1960er-Jahren. In einem dichten Strom aus akustischem und visuellem Archivmaterial, verknüpft mit eigenen künstlerischen und filmischen Arbeiten, entsteht das vielschichtige Bild einer Epoche aus persönlicher Sicht, die Kunst, Politik, Modisches und Geschichte erfasst. Mit Neugier und wachem Geist erkundete sie die Stadt bei Tag und bei Nacht, in den Arbeitervierteln ebenso wie in den Bibliotheken und Museen.

 

3sat zeigt "Paris Calligrammes" anlässlich des 80. Geburtstags der Filmemacherin, Fotografin und Malerin Ulrike Ottinger am 6. Juni. Für ihre Fotografien und Filme wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Um 1.35 Uhr folgt der erste Teil (184 Minuten) ihres Dokumentarfilms "Chamissos Schatten" (Deutschland 2014) über Alaska und die Aleuten.

3satDokumentarfilmzeit
ab
Mo 13. Jun
22:25 Uhr

Montag, 20. Juni 2022, 22.25 Uhr

"Aufschrei der Jugend - Generation 'Fridays for Future'"

Dokumentarfilm, Deutschland 2021

Regie: Kathrin Pitterling

Im Januar 2019 begegnen sich Famke, Willi und andere Jugendliche bei "Fridays for Future" im Berliner Invalidenpark bei minus zehn Grad zum ersten Mal. Sie kommen aus verschiedenen Schulen und Stadtbezirken und machen sich drei Stunden lang gegenseitig Mut. Spätestens, als Greta Thunberg und Luisa Neubauer 2018 vom Klimagipfel in Katowice berichtet haben, war für sie klar, dass die Zukunft ihrer Generation auf dem Spiel steht. Seit März 2019 begleitet Autorin Kathrin Pitterling Berliner Protagonist:innen von "Fridays for Future": Was können sie bewegen? Wie verändert sie ihr Kampf? 2020 verändert Corona die Protestform von "Fridays for Future". Wie können sich die Aktivist:innen trotz Pandemie behaupten? Der Film "Aufschrei der Jugend - Generation 'Fridays for Future'" zeigt, wie vielfältig, aber auch kräftezehrend Protestarbeit ist.

 

Montag, 27. Juni 2022, 22.25 Uhr

"Out of Place"

Dokumentarfilm, Deutschland 2019

Regie: Friederike Güssefeld

Kevin, Dominik und David leben inmitten von idyllischen Hügeln und Wäldern im rumänischen Siebenbürgen. Sie sind drei von hunderten Jugendlichen, die in sogenannten "Auslandspädagogischen Maßnahmen" untergebracht wurden. In Deutschland galten sie als schwer erziehbar, nun leben sie fast gänzlich isoliert von ihrem ursprünglichen Umfeld, arbeiten auf den Feldern und Höfen der heimischen Bauernfamilien und werden dabei von deutschen Pädagogen mit einem rigiden Punktesystem begleitet. Die Gleichförmigkeit des Alltags soll sie auf ein angepasstes Leben in Deutschland vorbereiten. Doch für ihre Sehnsucht nach persönlicher Freiheit, nach Nähe und nach einer Familie, hat dieses System keinen Platz. Und so suchen sich Kevin, Dominik und David ihre eigenen Wege, um in dieser entwurzelten Situation irgendwie bestehen zu können. "Out of Place" begleitet drei deutsche Jugendliche in einem pädagogischen Projekt in Rumänien und zeichnet ein Bild von ihrem Leben in der Fremde und ihrem Blick auf die Heimat. Wer hier landet, ist chronischer Ausreißer, ADHS-Patient, Schulverweigerer, kleinkriminell, drogenabhängig oder alles zusammen. Es sind die, die als "nicht integrierbar" gelten.

 

Fotos zu Filmen der 3satDokumentarfilmzeit finden Sie hier.

Hauptabteilung Kommunikation
Dokumentation und Reportage

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@zdf.de
Mainz, 06. April 2022
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