Der Raub wertvoller Juwelen im Grünen Gewölbe in Dresden 2019 schockierte die Öffentlichkeit (im Bild: zwei Mitarbeiter der Spurensicherung) © dpa/Zentralbild/Sebastian Kahnert

3satKulturdoku: "Kunstraub! Von Gentleman-Dieben, Axt-Verbrechern und Artnappern"

Über die Jagd nach gestohlenen Kunstwerken von der Mona Lisa bis zum Grünen Gewölbe

Der Diebstahl im Grünen Gewölbe im vergangenen Jahr hat Deutschland schockiert. So brutal und professionell gingen Kunsträuber bis dahin selten vor. Ein knappes Jahr nach dem Raub des weltweit einzigartigen Kunstschatzes von Dresden analysiert die 3satKulturdoku "Kunstraub! Von Gentleman-Dieben, Axt-Verbrechern und Artnappern" am Samstag, 5. September, um 19.20 Uhr, wann eine Jagd nach gestohlener Kunst erfolgreich war und beleuchtet Kunstraube – von dem der Mona Lisa 1911 bis zum Raub im Grünen Gewölbe 2019. Erstausstrahlung.

Dokumentation
Sa 05. Sep
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Die Zeit der eleganten Gentleman-Diebe mit Kunstsinn scheint vorbei – wenn es sie überhaupt jemals gab. Heute plündern potentiell gewaltbereite Banden aus der organisierten Kriminalität öffentliche Sammlungen. Dabei geht es immer öfter nicht mehr um einen Monet oder Picasso, sondern um Gold und Diamanten. Was kann man grundsätzlich tun, um geraubte Kunstschätze wieder zurück zu bekommen?

Bei der Jagd auf gestohlene Kunst folgt Filmemacher Karsten Wolff den Fährten von Privatdetektiven und Kunstexperten der Landeskriminalämter. Der Film führt auch in die weltweiten Kunstmärkte und zum "dunklen Kunstmarkt", zu großen Kunstversicherern genauso wie zu Geheimagenten, dubiosen Rechtsanwälten, schweigsamen Staatsanwälten und verdeckten Geldgebern. Was kostet die Jagd auf gestohlene Kunst – und wer hat ein Interesse daran, sie zu bezahlen? Wie soll man sich grundsätzlich verhalten, wenn kulturell wertvolles Diebesgut zum Rückkauf angeboten wird: Will man wirklich mit Schwerstkriminellen verhandeln, um das kulturelle Erbe zurück zu erhalten?

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 08. Juli 2020