© ZDF/Piotr Sobocinski jun.

Aurora Borealis - Nordlicht

3sat zeigt den ungarischen Spielfilm anlässlich des goEast-Festivals 2019

Eine erfolgreiche Wiener Anwältin mit ungarischen Wurzeln stößt auf wohl gehütete Familiengeheimnisse als ihre Mutter ins Koma fällt. 3sat zeigt das Familiendrama Aurora Borealis - Nordlicht (Ungarn 2017) von Regisseurin Márta Mészáros am Mittwoch, 17. April, 22.25 Uhr, anlässlich des 19. Festivals des mittel- und osteuropäischen Films "goEast" (10. bis 16. April 2019). Der Film lief 2018 im Wettbewerb des Festivals.

Film
Mi 17. Apr
22:25 Uhr
Erstausstrahlung

Olga (Ildikó Tóth) ist als erfolgreiche Anwältin viel unterwegs und sieht Antonio (Antonio de la Torre), ihren Partner und Vater ihres heranwachsenden Sohnes, nur selten. Beide sind zu eingespannt in ihren Berufen, er in Barcelona, sie in Wien. Als Olga zu ihrer kranken Mutter Maria (Mari Töröcsik) nach Ungarn fährt, kommen die drei für kurze Zeit wieder zusammen. Olga hat sich entschlossen, ihre Karriere zu unterbrechen und sich um Maria zu kümmern. Die beiden Frauen haben nie viel miteinander gesprochen, jetzt zeigt sich, dass Maria Geheimnisse vor ihrer Tochter hat. Angeregt durch einen rätselhaften Brief aus Moskau, beginnt Olga nachzuforschen: Zu wem gehören die unbekannten Namen und Gesichter, die plötzlich auftauchen? Eine Reise in die Zeit der sowjetischen Besatzung Österreichs und Ungarns nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt, und Olga findet heraus, dass die Geschichte ihrer Familie neu geschrieben werden muss.

 

Márta Mészáros' großes, multiperspektivisches Familiendrama, herausragend fotografiert von Piotr Sobocinski jun., verbindet scheinbar mühelos und Jahrzehnte überbrückend die persönliche Geschichte einer Familie mit der Geschichte zweier Länder, Österreich und Ungarn. Ausgezeichnet sind auch die Schauspieler: Franciska Töröcsik als die junge Maria, Ildikó Tóth, ihre starke, aber verunsicherte Tochter Olga, vor allem aber Mari Töröcsik, die große Dame des ungarischen Kinos, die unter anderem 1976 in Cannes den Darstellerpreis gewann. Sie spielt grandios die seelischen Erschütterungen der alten Maria.

 

Die Regisseurin Márta Mészáros wurde 1934 in Budapest geboren und lebte zwischen 1935 und 1946 in der Sowjetunion. Ihr Vater László, ein Bildhauer, wurde Opfer der stalinistischen Säuberungen. Mészáros drehte 1968 als erste Frau ihres Landes einen Spielfilm. Sie hat die ungarische Filmgeschichte mitgestaltet, indem sie in ihren vielen, teilweise autobiografischen Arbeiten immer wieder europäische Zeitgeschichte verarbeitete, darunter "Adoption" (Goldener Bär, Berlinale 1975) und "Tagebuch für meine Kinder", (Spezialpreis der Jury, Cannes 1984). 2017 widmete das Filmfestival "goEast" Márta Mészáros eine Hommage.

 

3sat zeigt Aurora Borealis - Nordlicht im Rahmen seiner Medienpartnerschaft mit dem Wiesbadener Festival des mittel- und osteuropäischen Films "goEast". Das Familiendrama der Ungarin Márta Mészáros lief 2018 dort im Wettbewerb.

 

Fotos zum Film finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 21. Februar 2019