Feierliche Übergabe im EDA im Bundeshaus: Jean-Babtiste Délèze, Cristina Verones, Alexander Schärer, Samira Cizero und Jonas Belina © ZDF und SRF, Severin Nowacki

"Die jungen Diplomaten" - SRF-Reihe blickt hinter die Kulissen der Diplomatie

Alle fünf Filme von Senta Keller, Claudia Badertscher und Nino Gadient

Die Schweizer Fernsehreihe "Die jungen Diplomaten" von Montag, 6., bis Freitag, 10. Juli, jeweils um 19.20 Uhr, begleitet fünf junge Frauen und Männer während ihrer Ausbildung zur Diplomatin und zum Diplomaten, dem "Concours diplomatique". Sie blickt hinter die Kulissen der Welt der Diplomatie und zeigt in fünf Folgen, wie junge Anwärterinnen und Anwärter die professionellen und persönlichen Herausforderungen meistern. Zur zweijährigen Ausbildung gehört ein 15 Monate dauerndes Praktikum in einer Schweizer Botschaft: Praktische Arbeit, das Verfassen von Berichten, die Vorbereitung von Empfängen, die Begleitung von hochrangigen Persönlichkeiten und das Zusammentreffen mit verschiedensten Exponenten anderer Staaten gehört zum Alltag eines Diplomatendaseins. Diplomaten im Ausland müssen alle vier Jahre in ein anderes Land wechseln, was auch für ihre Partnerschaften eine besondere Herausforderung darstellt. Die Reihe erzählt von Politik und Diplomatie sowie von den Ängsten und Hoffnungen der Anwärterinnen und Anwärter.

Reihe
ab
Mo 06. Jul
19:20 Uhr
bis
Fr 10. Jul
10:20 Uhr

Montag, 6. Juli, 19.20 Uhr

Die jungen Diplomaten (1/5)

1. Salatblätter und andere Hürden auf diplomatischem Parkett

Im Frühjahr 2017 beginnen Samira, Cristina, Jonas, Jean-Baptiste und Alexander ihre Ausbildung zur Diplomatin oder zum Diplomaten. Wer sind diese fünf jungen Frauen und Männer, die sich dieser Ausbildung stellen? Warum haben sie sich für eine Diplomatenlaufbahn entschieden? Zu der Ausbildung beim EDA, dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten, gehören verschiedenste Kurse und längere Praktika auf Botschaften in Kairo, bei der UNO in New York, in Buenos Aires, in Dakar oder in Myanmar, um das Rüstzeug für die Diplomatie im Dienste der Schweiz zu erwerben. In den ersten Ausbildungskursen geht es dann auch um die Grundlagen des diplomatischen Handwerks: Benimmregeln, Styling-Fragen und erste praktische Aufgaben in Bern.

 

Dienstag, 7. Juli, 19.20 Uhr

Die jungen Diplomaten (2/5)

2. Ein Prinz im Lift und andere Geheimnisse der Diplomatie

Die fünf jungen Diplomaten müssen sich auf Kongressen bewähren, können vom Know-how mancher Spitzendiplomaten profitieren, und für einige beginnt das mehrmonatige Auslandspraktikum: Alexander muss am UNO-Sitz in Genf dafür sorgen, dass Prinz Hassan von Jordanien, ein hochrangiger Wasserexperte seines Landes, rechtzeitig zu seinem Auftritt an der internationalen Wasserkonferenz kommt. Dann nimmt er Abschied, um sein Praktikum als Diplomaten-Praktikant in Myanmar anzutreten. Cristina wird bald ihr Praktikum bei der Schweizer Mission an der UNO in New York beginnen. Jean-Baptiste fliegt in den Senegal – er ist für die nächsten Monate auf der Schweizer Botschaft in Dakar tätig. Jonas, der sein Praktikum in Buenos Aires absolviert, wartet gespannt auf Partnerin und Tochter. Und Samira ist im siebten Monat schwanger und arbeitet am UNO-Sitz in Genf an einem Bericht über die unterschiedlichen Positionen verschiedener Länder zu autonomen Waffensystemen – für sie ist das Auslandspraktikum noch in weiter Ferne

 

Mittwoch, 8. Juli, 19.20 Uhr

Die jungen Diplomaten (3/5)

3. Familienglück und neues Leben in fremden Kulturen

In Kairo steigt Samira nach ihrem Mutterschaftsurlaub wieder in die diplomatische Arbeit ein – und erfährt, was es heißt, Kind und Job unter einen Hut bringen zu müssen. Jean-Baptiste steht noch am Anfang seines Praktikums in Dakar – er ist auf Wohnungssuche. Jonas ist schon eine Weile in Buenos Aires und nun nicht nur wegen der Ankunft von Frau und Tochter gefordert - auch beruflich gibt es einiges zu tun. Er hat neben einem Empfang in der Botschaft auch den Besuch von Bundesrat Johann Schneider-Ammann vorzubereiten. Alexander ist derweil mit diplomatischem Geschick dabei, ein für die Schweiz wichtiges Treffen in Myanmar einzufädeln. Cristina trifft sich in New York in Speed-Meetings mit Vertretern verschiedenster Nationen, um einem Schweizer Projekt für die Angestellten der UNO zum Durchbruch zu verhelfen.

 

Donnerstag, 9. Juli, 19.20 Uhr

Die jungen Diplomaten (4/5)

4. Schweizer Botschaften und die hohe Schule der Diplomatie

Wer erfolgreich sein will, muss im diplomatischen Alltag bestehen und lernen, wie familiäre und private Interessen damit im Einklang gehalten werden können. Samira steht nach einem missglückten Auftakt besonders unter Druck. Die junge Mutter muss vom ersten Arbeitstag an auf der Botschaft in Kairo beweisen, dass sie den Herausforderungen der Diplomatie gewachsen ist. In Myanmar recherchiert Alexander an einem Bericht über die unstete politische Lage in diesem Land. Jean-Baptiste arrangiert derweil in Dakar ein Treffen von Schweizer und senegalesischen Wasserexperten. Während sich Cristina in New York mit der manchmal stillen Einsamkeit, die die Diplomatie mit sich bringen kann, auseinandersetzt, sieht sich Jonas mit den beruflichen Ambitionen seiner Frau in Buenos Aires auf persönlicher Ebene gefordert.

 

Freitag, 10. Juli, 19.20 Uhr

Die jungen Diplomaten (5/5)

5. Bundesräte und die große Schlussprüfung

Am UNO-Hauptsitz in New York hat Cristina dafür zu sorgen, dass Bundespräsident Alain Berset zu jeder Zeit am richtigen Ort ist und punktgenau zu seiner Rede vor der UNO-Hauptversammlung eintrifft. Samira hat in Kairo vor gewichtigen Vertretern großer Schweizer Firmen einen Vortrag zu verantwortungsvollem Wirtschaften zu halten und findet sich auf dem Weg dahin unvermittelt in einer Polizeikontrolle wieder. In der senegalesischen Hauptstadt Dakar ist Jean-Baptiste als Wahlbeobachter bei den Präsidentschaftswahlen an vorderster Front im Einsatz – geht in den Wahllokalen alles mit rechten Dingen zu? In Argentinien beschäftig die Wirtschaftskrise auch die Schweizer Diplomatie, was für Jonas bedeutet, diese Krise in einem Bericht für Bern zu erfassen. Aber dann kommt der Tag der Entscheidung: Alle Absolventen des "Concours diplomatique" müssen in Bern eine Schlussprüfung vor einer mit Spitzenleuten aus verschiedensten Disziplinen besetzen Kommission bestehen. "Die größte Herausforderung ist die intellektuelle Neugier, die Neugier, sich alle vier Jahre mit ganz neuen Themen, fremden Kulturen und anderen Sichtweisen auseinanderzusetzen und dabei nie auszudrücken, es besser zu wissen", so fasst Spitzendiplomat Jean-Jacques Pitteloud die Anforderungen an einen Diplomaten in Worte. Wer also wird Diplomatin oder Diplomat?

 

Fotos zur Reihe finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 27. Mai 2020
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