"Beethoven moves" ist ein globales Kulturprojekt, umgesetzt von Jugendlichen aus Medellín und Bonn gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn. © ZDF/Alejandro Berger

"Diesen Kuss der ganzen Welt" – Beethoven heute

Fünf Kontinente, fünf Werke Beethovens und viele begeisterte Beethoven-Fans

Welche Bedeutung hat der große Komponist Ludwig van Beethoven noch heute für junge Menschen in aller Welt? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Samstag, 18. Juli 2020, um 19.20 Uhr die 3satKulturdoku "‘Diesen Kuss der ganzen Welt‘ – Beethoven heute" (Erstausstrahlung) von Lisa-Marie Schnell und Alexandra Hardorf. Das Film-Team trifft Breakdancer in Kolumbien, eine Sopranistin im "Chor der 10.000" in Japan, einen jungen Geiger in Namibia, eine Star-Dirigentin in Australien und in Beethovens Heimat Deutschland einen DJ und eine Liedermacherin. Eine Abenteuerreise rund um den Globus.

Musik
Sa 18. Jul
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Was passiert, wenn Beethovens Werke heute erklingen? Welche Wirkung entfalten sie im digitalen, globalen 21. Jahrhundert? Was machen Millennials in unterschiedlichen Kulturen heute aus dem Titan der deutschen Klassik: "Lebt" Beethoven - oder bleibt er auf dem wohletablierten Sockel der Verehrung? Dass der Komponist mit seiner Musik die ganze Welt umarmen wollte, ist im mächtigen Chorklang seiner 9. Sinfonie zu hören: "Diesen Kuss der ganzen Welt!" Ein Werk der musikalischen Völkerverständigung.

Die filmische Reise führt ans Ende der Welt nach Australien, wo Beethoven kürzlich in einer großen Umfrage zum nationalen Lieblingskomponisten gewählt wurde. In Brisbane trifft das Team Alondra de la Parra, die Chefdirigentin des Queensland Symphony Orchestra. Geboren wurde sie 1980 in New York, aufgewachsen ist sie in Mexico City. Ihr Orchester in Brisbane spielt in der Dokumentation die 6. Sinfonie, die Pastorale. Über Beethoven sagt sie, dass er in der DNA jeder Musikerin und jedes Musikers sei - auch in ihrer eigenen.

Vom großen Meister schwärmt auch die Sopranistin, die alljährlich im "Chor der 10.000" im japanischen Osaka die "Ode an die Freude" schmettert . Eine ungeahnte Rolle spielt Beethoven bei einem Kulturprojekt mit kolumbianischen Breakdancern oder beim jungen Orchestermusiker Ronaldo Kandume in der Namibischen Wüste: jenseits der großen Bühnen, im Alltag der Menschen und in den ganz unterschiedlichen Welten, in denen sie leben.

In Beethovens Heimat schließlich erklingt Beethovens Klaviersonate „Pathétique“ in der Interpretation der Gitarristin Cynthia Nickschas. Und DJ Moguai bringt Beethoven und Techno zusammen. Was verbinden junge Elektrofans mit Beethoven? Und was verbindet Beethoven mit Europa? Ein neuer Blick auf die "Ode an die Freude".

Auf ihrer Weltreise in Sachen Beethoven finden die Autorinnen in jeder Zeitzone, an jedem besuchten Ort eine spannende, ungewöhnliche, anrührende oder virtuose Beethoven-Story. Authentische Geschichten junger Leute, in deren Leben Beethoven und sein Werk aus verschiedenen Gründen eine entscheidende Bedeutung hat. Wie kann das deutsche Komponistengenie mit seiner Musik auch 250 Jahre nach seiner Geburt Menschen auf allen Kontinenten berühren, beschäftigen und nachhaltig beeinflussen?

Bereits am 1. Januar 2020, um 20.10 Uhr zeigte 3sat eine 57-minütige Langfassung der Dokumentation und zeigt nun eine 20 Minuten kürzere Version.

 

Fotos sind zu finden unter: https://presseportal.zdf.de/presse/beethovenheute

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 29. Juli 2020