Begnadete Jazz-Musiker: Joachim Kühn (oben), Rolf Kühn (unten) © ZDF und Steffen Bohnert

Dokumentarfilm "Brüder Kühn – Zwei Musiker spielen sich frei" bei den New York Festivals ausgezeichnet

Der ZDF/3sat-Dokumentarfilm "Brüder Kühn – Zwei Musiker spielen sich frei" (ZDF/3sat) von Stephan Lamby wurde bei den New York Festivals am gestrigen Dienstag, 21. April 2020, ausgezeichnet. Der Film, der die außergewöhnliche Lebensgeschichte der beiden Jazzmusiker Joachim und Rolf Kühn erzählt, wurde in der Kategorie "Musik" mit der Gold World Medal geehrt. 3sat zeigte "Brüder Kühn – Zwei Musiker spielen sich frei" im September 2019 als Erstausstrahlung. Verantwortlicher ZDF-Redakteur ist Jan Bäumer.

Der Jazz-Film ist auch eine Zeitreise durch die deutsche Geschichte - aus Sicht der beiden Musiker. Er schildert die Anfänge der Kühns als Zirkusfamilie, erzählt von den Kriegswirren, Joachims Flucht aus der DDR, verfolgt ihre unterschiedlichen Karrieren in den USA und Europa und beobachtet die liebevolle Beziehung zweier Brüder, die ihre menschliche und musikalische Freiheit genießen.

Joachim Kühn ist 1944 in Leipzig geboren und lebt heute auf Ibiza. Auch mit 75 Jahren konzentriert er sich noch immer voll auf die Musik. Er versucht, so frei zu leben wie es irgendwie geht. Für "Katzen, Köter, Kinder, Kirche" habe er keine Zeit. Joachim Kühn ist Pianist, Saxophon spielt er außerdem. Er lebt ganz für die Musik – auf Tour oder zu Hause am Flügel. Sein 15 Jahre älterer Bruder Rolf Kühn lebt in Berlin und hat - wie sein Bruder -  nichts von seiner Neugier und seinem Ehrgeiz verloren. Wie Joachim gibt auch er ein Konzert nach dem anderen. Der 90-jährige Rolf Kühn ist als Klarinettist immer noch sehr gefragt – fast so wie Ende der 1950er-Jahre in seiner Zeit bei Benny Goodman in New York. Aber musikalisch fühlt er sich heute freier als jemals zuvor.

 

Fotos zum Dokumentarfilm finden Sie hier.

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3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 22. April 2020