Regelmäßig holt sich Cloed Baumgärtner beschädigte B-Ware von der Volkshilfe Wien und macht in einem Upscycling Prozess Neues daraus © ZDF/ORF/Langbein & Partner

Faire Mode statt Fast Fashion - Kleidung als Gewissensfrage

Österreichische Dokumentation von Kurt Langbein und Katharina Wohlgenannt

In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Modeproduktion weltweit verdoppelt und die Tragedauer halbiert. Die Dokumentation "Faire Mode statt Fast Fashion - Kleidung als Gewissensfrage", die 3sat am Mittwoch, 16. Juni, um 20.15 Uhr in Erstausstrahlung ausstrahlt, zeigt nachhaltige Gegenstrategien. Im Anschluss, um 21.05 Uhr, begleitet die Dokumentation "Haben oder Sein" fünf Familien, die Wege der Nachhaltigkeit jenseits von Gier und Profitstreben gehen.

Dokumentation
Mi 19. Jun
20:15 Uhr
Erstausstrahlung

Die Modeindustrie gilt als einer der größten Umweltverschmutzer der Welt: Ökologische Ausbeutung und unmenschliche Arbeitsbedingungen gehören in dieser Branche zum Alltag. Dahinter steckt das Geschäftsmodell Fast Fashion, in dem Bekleidung zur Wegwerfware geworden ist. Das wollen immer weniger Modemacher und Konsumenten akzeptieren, und es gibt zunehmend Alternativen: Slow Fashion, Upcycling, lokale und biologische Produktion, fairer Handel und vieles mehr. Auch selbst nähen oder ausleihen sind trendige Möglichkeiten.

 

Die Dokumentation "Faire Mode statt Fast Fashion - Kleidung als Gewissensfrage" am Mittwoch, 16. Juni, 20.15 Uhr,  eine Erstausstrahlung, zeigt neben den Schattenseiten der Modeindustrie Alternativen für diejenigen, die beim Kleiderkauf auch auf ihr Gewissen hören wollen: Die Röcke und Blusen der Schweizer Modemacherin Cloed Baumgartner waren früher einmal Herrenanzüge und Herrenhemden. Die Leinen-Jeans von Flachsbauer Stefan Fölser aus dem Böhmerwald wiederum haben während ihrer Herstellung nur ein Zehntel der Strecke konventionell produzierter Jeans zurückgelegt. Die Kleider der Wiener Designerin Katharina Mühlberger bestehen aus indischer Fairtrade-Biobaumwolle und wurden von einer Kooperative von sozial benachteiligten Frauen aus den Slums von Mumbai geschneidert.

 

Im Anschluss, um 21.05 Uhr, begleitet die Dokumentation "Haben oder Sein" fünf Familien, die Wege der Nachhaltigkeit jenseits von Gier und Profitstreben gehen. Da sind die Familie Hilmar aus dem Wohnprojekt Wien, wo man Wohnraum selbst verwaltet, die Familie Schmidt aus dem Weinviertel, Pioniere der Biolandwirtschaft, oder die Bewohnerinnen und Bewohner der "Allmende Wulfsdorf" nahe Hamburg. Sie erproben alltägliche Kooperation. Weiter erzählt der ehemalige Bankbeamte Friedrich Schmid von seiner neuen Heimat im Stift Göttweig, wo er nun als Mönch lebt, und Familie Salzmann aus dem Zürcher Wohnprojekt Kalkbreite hält das Teilen hoch. Ihre Motivation, ihr Streben, ihre Gedanken, aber auch ihr Scheitern und das Erkennen von Grenzen bilden vielfältige Denkanstöße.

 

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ZDF
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3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 29. Mai 2019
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