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Grand Prix in Israel - Kein bisschen Frieden

3sat-Dokumentation über die Konflikte im Vorfeld der medialen Großveranstaltung

Boykott oder Party? Am 18. Mai findet der Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv statt – mit 42 teilnehmenden Ländern und vielen Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern weltweit. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren, doch wird der ESC immer mehr zur Bewährungsprobe für Israel. Die Dokumentation von Daniel Böhm „Grand Prix in Israel - Kein bisschen Frieden“ (Erstausstrahlung), Samstag, 4. Mai 2019, 19.20 Uhr, berichtet über die Lage vor Ort.

Kultur
Sa 04. Mai
19:20 Uhr
Erstausstrahlung

Erste Konflikte gab es gleich zu Beginn. Die israelische Regierung bestand darauf, die mediale Großveranstaltung in Jerusalem abzuhalten. Nach dem Umzug der US-Botschaft sollte dies ein weiteres Zeichen für Jerusalem als "unteilbare" Hauptstadt Israels setzen. Allerdings hatte die Regierung die Rechnung ohne die Veranstalter gemacht. Die verweigerten sich und drohten, den ESC abzusagen. Sie einigten sich schließlich auf Tel Aviv. Das Minenfeld aus politischen, religiösen und weltanschaulichen Konflikten ist damit aber keinesfalls entschärft.

Die 3sat-Dokumentation begleitet Veranstalter, Künstler, Befürworter und Gegner des ESC während der Vorbereitungen. Der linke Bürgermeister Tel Avivs, Ron Huldai, ein Kritiker der Regierung Netanjahu, will zeigen, dass Tel Aviv eine weltoffene und tolerante Stadt ist – passend zum ESC-Slogan "Celebrate Diversity". Bunte Vielfalt, verschiedene Lebensstile, Toleranz, Offenheit gegenüber anderen, all das will der ESC sein. "Dare to Dream – Wage zu träumen" ist das diesjährige Motto. Kann es Israel gelingen ein guter Gastgeber zu sein? Oder wird der ESC die inneren Konflikte und Widersprüche des Landes noch verstärken?

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 03. April 2019
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