Mobilität der Zukunft

"Wissenschaft am Donnerstag" mit einer Dokumentation und einer Ausgabe des Wissenstalks von "scobel"

Verstopfte Innenstädte, permanenter Lärm, verpestete Luft: Es gibt zu viele Autos auf unseren Straßen. Hinzu kommt ein stetig wachsender Lieferverkehr. Eine Mobilitätswende ist notwendig, doch welche Lösungen gibt es? "Wissenschaft am Donnerstag" untersucht in der Dokumentation "Autofrei mobil in der Stadt"(Erstausstrahlung) von Julian Prahl, Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer und in der anschließenden der Sendung "scobel – Mobil in die Zukunft" (Erstausstrahlung), welche unterschiedlichen Ansätzen es gibt, um Verkehr und Mobilität in der Stadt perspektivisch besser zu regeln.

Wissenschaft am Donnerstag
Do 12. Sep
20:15 Uhr
Erstausstrahlungen

Mobilitätsforscher fordern eine Abkehr vom Auto hin zu Konzepten, die Lastenfahrräder, Shuttle Services und Seilbahnen einschließen, aber auch den öffentliche Nahverkehr stärken. Doch letzterer ist in vielen Städten schon am Limit. "Die einzige Möglichkeit, auszuweichen, wenn der Platz zu eng wird, ist nicht unter die Erde, sondern in die Luft, in die Plus-Eins-Etage", meint der Verkehrsplaner Professor Heiner Monheim. Im bolivianischen La Paz gibt es mit 33 Kilometern Länge das größte urbane Seilbahnnetz der Welt. Täglich nutzen bis zu 300 000 Menschen den "Teleférico". Eine Seilbahn ist vergleichsweise schnell errichtet, nimmt kaum Platz in Anspruch und verursacht weder Lärm noch Abgase. Ein auch für Europa denkbares Modell? München plant inzwischen eine urbane Seilbahn, die 4000 Menschen pro Stunde und Richtung transportieren könnte.

 

Im Anschluss, um 21.00 Uhr, fragt Gert Scobel in seinem Wissenstalk "Mobil in die Zukunft", wie die Mobilität von morgen aussieht. In Deutschland gibt es derzeit über 46 Millionen Pkw. Sie verstopfen die Innenstädte, blockieren Parkflächen und verursachen Feinstaub. Elektromobilität wird oft als Verheißung gepriesen, aber es können nicht einfach Verbrennungsmotoren gegen Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus getauscht werden. Was ist mit dem Raubbau bei der Lithium-Gewinnung, was mit den Stromnetzen? Wie sieht die Ökobilanz eines solchen Elektroautos aus, wie die eines Brennstoffzellenfahrzeugs? Neu gedacht werden muss auch der Anspruch auf den uneingeschränkten individuellen Verkehr, auf das eigene Auto. Die Verkehrsmittel der Zukunft werden geteilt werden müssen, davon ist der Mobilitätsforscher Professor Dr. Stephan Rammler überzeugt. Doch das erfordert ein Umdenken. Darüber über die die Frage, wie sich das Denken über Mobilität verändern muss, damit sich die Mobilität verändert, diskutiert Gert Scobel mit dem Mobilitätsforscher Stephan Rammler und weiteren Gästen.

 

In 3sat steht der Donnerstagabend im Zeichen der Wissenschaft: Um jeweils 20.15 Uhr beleuchtet die Dokumentation relevante Fragen aus Natur- und Geisteswissenschaften, Kultur und Technik. Im Anschluss, um 21.00 Uhr, diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen zum Thema.

 

Fotos zur Sendung "Autofrei mobil in der Stadt" finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 22. Juli 2019
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