Akiko Takakura, eine der letzten Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima, beschreibt zu visuell und emotional bewegenden Bildern, wie sie mitten in dieser Hölle von Schrecken und Alpträumen einen seltenen Moment der Nähe zu ihrem Vater erlebte © ZDF und Anna Samo

"Obon" - Preisgekrönter, animierter Dokumentarfilm von André Hörmann und Anna SAMO

3sat zeigt den Film anlässlich der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren

In dem animierten Dokumentarfilm "Obon" (Deutschland 2018) erzählt eine der letzten Überlebenden des Atombombenabwurfs auf Hiroshima ihre Lebensgeschichte. 3sat zeigt den Film von André Hörmann und Anna SAMO (Anna Bergmann) zum Auftakt des Gedenkprogramms anlässlich des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki vor 75 Jahren am Montag, 3. August, um 22.25 Uhr, zum Hiroshima-Gedenktag 2020 als Free-TV-Premiere. Der Film gewann den Preis "Große Klappe" beim Duisburger Dokumentarfilmfestival "Doxs!".

Dokumentarfilm
Mo 03. Aug
22:25 Uhr
Free-TV-Premiere

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Akiko Takakura ist eine von nur zehn Menschen, die 1945 im Radius von 500 Metern die Atombombenexplosion von Hiroshima überlebt haben. In dem animierten Dokumentarfilm erzählt sie ihre Geschichte. Zu visuell und emotional bewegenden Bildern beschreibt Takakura, wie sie mitten in dieser Hölle von Schrecken und Alpträumen einen seltenen Moment der Nähe zu ihrem Vater erlebte. Noch heute, wenn sie als alte Frau durch die Stadt geht, blickt Akiko Takakura immer wieder zurück in diese Zeit. Vor allem, wenn Obon, das Geisterfest, gefeiert wird, bei dem Akiko die Geister ihrer Eltern empfängt.

 

Während ihr Arbeitskollege und Freund an seinen Verbrennungen und einem gebrochenen Rücken starb, überlebte die damals 20-jährige Akiko Takakura durch pures Glück den Atombombenabwurf. Sie erinnert sich an kleinste Details und erweckt sie in ihren Erzählungen zum Leben. Die Szenen des Film basieren ausschließlich auf Akiko Takakuras Erfahrungen. Sie ist inzwischen 95 Jahre alt und lebt unter der Obhut ihrer Familie in Hiroshima. Obon ist der Name eines der wichtigsten buddhistischen Feste. Während Obon erinnern sich die Familien an ihre verstorbenen Angehörigen. Dem Glauben entsprechend kehren deren Geister jedes Jahr für einen Tag zu den Lebenden zurück. Zur Vorbereitung auf die Ankunft der Geister putzen die Menschen ihre Häuser und hängen Laternen auf, um den Geistern ihren Weg nach Hause zu erleichtern. Am Feiertag selbst werden Speisen und Getränke auf dem heimischen Altar geopfert. Die Familiengräber werden gesäubert und mit Blumen geschmückt. Am Abend werden zu schneller Bon-Odoru-Musik auf den Tempel-Plätzen Tanzrituale ausgeführt. Am Ende verabschieden sich die Gläubigen von den Geistern und lassen die Laternen auf einem Fluss hinaus aufs Meer treiben. Sie sollen die Geister zurück in ihre Welt führen. In Hiroshima hat der Tag von Obon eine besondere Bedeutung, weil dann die Opfer der Atombombenexplosion vom 6. August 1945 in die gemeinsame Erinnerung einbezogen werden.

 

"Obon" ist noch 30 Tage nach Ausstrahlung in der 3sat-Mediathek unter www.3sat.de abrufbar. 

 

Fotos zu allen Filmen des 3sat-Gedenkprogramms finden Sie hier.

ZDF
HA Kommunikation/
3sat Presseteam

Claudia Hustedt
hustedt.cwhatever@3sat.de
Mainz, 08. Juni 2020
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