In den Hügeln Guatemalas wächst ein besonders aromatischer Kaffee. Doch dessen Gewinnung ist mit viel anstrengender Handarbeit verbunden. (c) ZDF und SRF

SRF-Dokumentation "Ein Duft von Freiheit"

... über eine erfolgreiche Kaffee-Genossenschaft in Guatemala

Seit 30 Jahren leitet der Schweizer Ulrich Gurtner eine Kaffee-Genossenschaft in Guatemala, die zum Ziel hat, die wirtschaftliche Unabhängigkeit indigener Kleinbauern zu stärken und die gesellschaftliche Emanzipation der Maya zu fördern. Inzwischen sind die Kleinbauern zu einem der wichtigsten Kaffee-Exporteure des Landes aufgestiegen. Die SRF-Dokumentation "Ein Duft von Freiheit" am Dienstag, 11. August, 22.25 Uhr, in Erstausstrahlung, stellt die Erfolgsgeschichte der Genossenschaft vor und begleitet die Kaffee-Bauern in ihrem Alltag. 

Dokumentation
Di 11. Aug
22:55 Uhr
Erstausstrahlung

Rund 24 000 Kleinbauern sind im Genossenschaftsverband "Fedecocagua" organisiert. Ulrich Gurtner, der die Organisation seit 30 Jahren leitet, verkauft den Kaffee seiner Mitglieder direkt an der Börse – und befreite sie so von ausbeuterischen Zwischenhändlern. Der Gewinn geht nicht an Großgrundbesitzer oder anonyme Kapitalgeber, sondern wird nach unten verteilt. Gurtner versucht auch, die indigenen Völker aus den Abhängigkeiten zu lösen, die durch Entwicklungshilfe entstehen können. "Wartet nicht, dass jemand kommt und euch den Segen bringt für das ganze Leben. Das existiert nicht", sagt er den Kaffeebauern, "wir müssen die Probleme selbst angehen."

Mit dem Genossenschaftsverband sind die kleinen Kaffeebauern zum zweitgrößten Exporteur Guatemalas gewachsen. Nespresso, Starbucks und Coop gehören zu den Abnehmern der Familienbetriebe mit ihren teilweise winzigen Höfen. Damit haben sie eine politische Plattform, die nicht mehr ignoriert werden kann. Dank der technischen Unterstützung des Verbandes sind 60 Prozent des Kaffees zertifiziert und erzielen damit bessere Preise. In schwierigen Zeiten wie jetzt, da der Kaffeepreis existenzgefährdend tief gefallen ist, kann die Genossenschaft mit fairen Überbrückungskrediten und Preiszuschlägen das Überleben erleichtern. Das Wichtigste aber, was Gurtner erreicht habe, so sagt ein langjähriger Mitstreiter, sei, dass die marginalisierten Kleinbauern wieder stolz auf ihre Arbeit und ihren hochwertigen Kaffee seien. 

 

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3sat Presseteam

Marion Leibrecht
leibrecht.mwhatever@3sat.de
Mainz, 22. Juli 2020
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