Geigenbogen mit Hobelspänen © ZDF/ORF/Peppo Wagner/Picasa

Vollendeter Klang - Die Kunst der Bogenmacher

3sat-Dokumentation über das wertvolle Fernambukholz

Exklusive Bögen für Streichinstrumente werden seit mehr als 200 Jahren aus Fernambukholz hergestellt. Doch das wertvolle Holz aus Brasilien zählt heute zu den geschützten Arten. Die Dokumentation "Vollendeter Klang - Die Kunst der Bogenmacher"(Erstausstrahlung) von Peppo Wagner am Sonntag, 28. Juni, um 18.30 Uhr zeigt, was Fernambukholz so einzigartig macht, und warum ein guter Bogen so wichtig für den vollendeten Klang eines Streichinstrumentes ist. Die Dokumentation gewährt Einblicke in die Kunst der Bogenmacher und befragt Musiker*innen zur Bedeutung des Streichbogens für die Klangqualität. Bereits am Samstag, 1. Februar 2020, um 21.40 Uhr sendete 3sat eine längere Version der Dokumentation unter dem Titel "Vollendeter Klang - Das Holz der Bogenmacher".

Dokumentation
So 28. Jun
18:30 Uhr
Erstausstrahlung

Jedes Streichinstrument hat seinen eigenen, unverwechselbaren Klang. Nicht nur der Korpus des jeweiligen Instruments ist dafür verantwortlich. Auch der Bogen und seine Beschaffenheit, haben einen wesentlichen Anteil am Klang. Wertvolle Materialien wie Perlmutt, Elfenbein, Gold, Silber, Ebenholz, Walfischknochen und Schildpatt wurden und werden dabei verarbeitet. Die Herstellung exklusiver Streichbögen ist immer noch echte Handwerkskunst, fast alle Arbeitsschritte werden in Handarbeit ausgeführt.

Für die Stange wird heute noch Fernambukholz verwendet. Doch Bogenmacher wie Thomas Gerbeth aus Wien müssen für neue Bögen von ihren Lagerbeständen zehren. Denn seit das Holz auf die CITES-Liste der bedrohten Arten gesetzt wurde, ist es fast unmöglich, legal an Nachschub zu kommen. Weltweit schlossen sich daher 250 Bogenmacher zu der internationalen Initiative IPCI zusammen, die den Fernambukbaum durch Wiederaufforstung retten soll. Mit unermüdlichem Einsatz gelang es IPCI, Widerstände zu überwinden und bis heute 250.000 Setzlinge auszupflanzen. Doch wie gedeihen die jungen Bäume? Im Oktober 2019 besucht eine Gruppe österreichischer und deutscher IPCI-Mitglieder erstmals die brasilianische Mata Atlantica, um das zu überprüfen.

 

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3sat Presseteam

Jessica Zobel
zobel.jwhatever@3sat.de
Mainz, 03. Juni 2020